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Hacker kopieren Datenbank von USA-Reisenden

11.06.2019 | 12:15 Uhr | René Resch

Hackern ist es gelungen, eine Datenbank mit bis zu 100.000 Fotos und Autokennzeichen eines US-Grenzübergangs zu kopieren.

Bei einem Hack durch Unbekannte wurde eine Datenbank eines US-Grenzübergangs kopiert. Dabei wurden bis zu 100.000 Fotos von USA-Reisenden und deren Autokennzeichen der US-Grenzbehörde CBP (Customs and Border Protection) gestohlen.

Bei den Fotos soll es sich ausschließlich um Reisende in Autos handeln, Flugpassagiere sollen nicht betroffen sein. Die Datenbank enthielt Fotos über eine sechswöchige Phase von einem nicht näher genannten Grenzübergang in den USA. Auf weitere Informationen, etwa Reisepass-Daten, griffen die Hacker laut CBP-Angaben nicht zu.

Die Daten stammen dabei nicht von der CBP selbst, sondern von einem Subunternehmer. Wie sich weiterhin herausstellte, habe dieser gegen Sicherheits- und Datenschutz-Auflagen verstoßen, dadurch wurde der Hacker-Angriff erst möglich. Der Name des Subunternehmers wurde durch die CBP vorerst nicht genannt. Vor einigen Wochen gab es jedoch einen Vorfall, der mit der Firma Perceptics in Verbindung gebracht wurde. Damals gelangten Daten der Firma ins Darknet und wurden dort zum kostenlosen Download angeboten. Das Unternehmen ist verantwortlich für die Entwicklung des Kennzeichen-Scanners.

Die Fotos dienen laut einem Bericht der Washington Post einem im Aufbau befindlichen Biometrie-System, das zukünftig an allen Grenzübergängen in den USA zum Einsatz kommen soll.

Bürgerrechtler warnen vor weiterem Ausbau

Die Bürgerrechtler der American Civil Liberties Union (ACLU) warnen nun vor einem weiteren Ausbau des Biometrie-Systems: „Der beste Weg, einen solchen Verlust sensibler personenbezogener Daten zu vermeiden, ist, sie gar nicht erst zu sammeln und zu speichern“, sagte eine Anwältin der Organisation.

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