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HBM3: Rambus verspricht über 1 TB pro Sekunde

18.08.2021 | 15:58 Uhr | Michael Söldner

Der neue HBM3-Speicher soll Datenraten von über 1 TB pro Sekunde erreichen. Noch limitieren jedoch die Speicherchips.

Mit HBM3 steht die nächste Generation des erst 2015 eingeführten Speichertyps in den Startlöchern. Während HBM-Speicher auf Grafikkarten immer seltener anzutreffen ist, soll HBM3 deutlich höhere Datenraten ermöglichen als der aktuelle Standard HBM2e. Hersteller Rambus hat nun Schaltungsblöcke angekündigt , die wohl primär auf professionellen Grafikkarten zum Einsatz kommen sollen. Grafikkarten für Gamer setzen hingegen auf GDD6-Speicher. HBM3 eigne sich laut Rambus sehr gut für Machine Learning. Hierfür streben die Entwickler eine möglichst hohe Speicherbandbreite an, die bis zu 1.075 GB pro Sekunde betragen soll. Speicherhersteller SK Hynix hatte vor zwei Monaten ebenfalls schon die Vorteile von HBM3 angepriesen, dabei war jedoch nur von einer Bandbreite von 665 GB pro Sekunde die Rede. 

Die Differenz ergibt sich daraus, dass SK Hynix den Speicher herstellt, während Rambus Techniken für dessen Ansteuerung entwickelt. Die Schaltungsblöcke für den neuen Speicher könnten also noch deutlich mehr leisten als der bislang verfügbare Speicher der Hersteller. Dennoch dürfte sich mit HBM3 im Vergleich zu HBM2e mit maximal 460 GB pro Sekunde eine deutliche Steigerung ergeben. Sollten später schnellere HBM3-Speicherchips folgen, so stünden die entsprechend leistungsfähigen Steuerungschips schon bereit. Offen bleibt jedoch, wann die ersten Profi-Grafikkarten mit HBM3 im Handel erhältlich sein werden. Insider gehen davon aus, dass dies noch mindestens mehrere Monate, vielleicht sogar ein Jahr lang dauern könnte. Daher setzen Hersteller wie AMD bei kommenden Profi-Karten wie der Radeon Instinct MI200 noch auf den etablierten HBM2e-Speicher.

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