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Grüne fordern: Bußgelder für langsame Internet-Anschlüsse

27.05.2016 | 10:26 Uhr |

Provider, deren Internet-Anschlüsse zu langsam sind, sollen nach einer Forderung der Grünen künftig Bußgelder zahlen.

Die Grünen wollen demnächst im Bundestag einen Antrag einreichen, laut dem eine Mindestgeschwindigkeit für Internet-Verbindugnen festgelegt wird. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Freitagsausgabe. Demnach sollen die Provider dazu verpflichtet werden, Internetverbindungen anzubieten, bei denen mindestens 90 Prozent der Mindestgeschwindigkeit erreicht wird. Ist die Übertragungsgeschwindigkeit dann zu langsam, sollen die Provider Bußgelder oder Schadensersatz zahlen müssen.

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Dem Antrag zufolge soll die Bundesnetzagentuer für die Festlegung der Mindestgeschwindigkeit der Internet-Anschlüsse verantwortlich sein. "Die derzeitigen Verträge sind Mogelpackungen, beworben werden sie mit hohen Zahlen wie 50 Megabit in der Sekunde, daneben steht aber kleiner 'bis zu'", erklärte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner gegenüber der Zeitung. Und weiter: "Wenn ich aber für 50 Megabit in der Sekunde zahle, will ich das auch bekommen. Wie würde wohl der Anbieter reagieren, wenn ich im Gegenzug nur 'bis zu' 100 Prozent meiner Telefonrechnung bezahle?"

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