108696

Großes Nachrichtenaufkommen blieb aus

18.08.2003 | 09:08 Uhr | Markus Pilzweger

Das befürchtete große Nachrichtenaufkommen im Internet war am Wochenende ausgeblieben. Experten waren davon ausgegangen, dass nach dem Start der Attacke der Internet-Verkehr erheblich beeinträchtigt werden könnte. Am vergangenen Freitag hatte der Wurm auch auf den Microsoft-Sites noch für Probleme gesorgt, zahlreiche Adressen waren durch die Last der Nutzeranfragen über Stunden nicht erreichbar. "Der Verkehr wird im Internet noch weiter ansteigen, aber es wird nicht zum Kollaps kommen", sagte Fischer.

Der auch Blaster oder Lovsan genannte Wurm hat seit seinem ersten Auftauchen am vergangenen Montagabend nach vorsichtigen Schätzungen rund 120.000 bis 150.000 Computer vorwiegend von Privatanwendern befallen. Der Anti-Virussoftware-Hersteller Symantec geht sogar weltweit von 330.000 infizierten Rechnern aus. Der Schädling nutzt eine bekannte Schwachstelle in den Microsoft-Betriebssystemen Windows NT, 2000 und XP aus. Alle anderen Betriebssysteme sind nach Angaben des IT-Sicherheits-Spezialisten Sophos nicht betroffen.

Lovesan nistet sich zunächst unbemerkt in den Rechnern ein, da er sich anders als andere Würmer nicht über Mail verbreitet. Auf dem infizierten Computer beschädigt er zwar keine Dateien, kann aber zu Abstürzen führen. Der Schädling enthält folgenden bissigen Text in englischer Sprache, der jedoch nicht angezeigt wird: "Billy Gates, warum ermöglichst Du das? Höre auf, Geld zu machen und mache Deine Software sicher."

PC-WELT Marktplatz

108696