2611732

Größter Vermittler von Kinderpornos zu 27 Jahren Haft verurteilt

16.09.2021 | 12:55 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Ein Gericht hat einen Mann zu 27 Jahren Gefängnis und anschließend lebenslanger Überwachung verurteilt. Er gilt als der größte Vermittler von Kinderpornos weltweit. Die Aufnahmen zeigten unter anderem die Vergewaltigung und Folterung von Kindern, Kleinkindern und Babys.

Ein US-Gericht hat einen Mann zu 27 Jahren Gefängnis verurteilt, wie The Independent berichtet . Der Mann sei der „größte Verbreiter von Kinderpornos", wie ihn die US-Bundespolizei bezeichnete. Der Verurteilte muss zudem 87.000 US-Dollar Schmerzensgeld an seine Opfer zahlen.

Die Polizei fand 8,5 Millionen kinderpornografische Bilder und Videos auf dem Server des Verurteilten. Diese verbreitete der 36 Jahre alte Mann von 2008 bis 2012 im Darknet. Die Strafverfolgungsbehörden gehen davon aus, dass der Mann damit Millionen verdiente. Auf den Bildern und Videos war unter anderem zu sehen, wie Kinder vergewaltigt und gefoltert wurden, wie Spiegel Online schreibt . Auch Kleinkinder und Säuglinge waren auf dem beschlagnahmten Material zu sehen. Der Richter stellte in seiner Urteilsbegründung fest: „Dieses Verbrechen war wirklich verabscheuungswürdig.“ Der Mann behauptete zwar, nur die Server bereit gestellt zu haben. Mit dem Material selbst habe er angeblich nichts zu tun gehabt. Doch die Polizei konnte nachweisen, dass er sehr genau wusste, welches Material über seine Plattform verbreitet wurde.

Der Verurteilte besitzt neben der US-Staatsbürgerschaft auch die irische Staatsbürgerschaft; als er seine Verbrechen beging, lebte er in Irland. 2013 wurde der Mann in Irland verhaftet und im März 2019 lieferte ihn Irland an die USA aus - diese acht Jahre Haft werden auf die 27-jährige Gefängnisstrafe angerechnet. Im Februar 2020 bekannte der Mann sich vor dem US-Gericht schuldig. Nach Ablauf seiner 27-jährigen Gefängnisstrafe kehrt der Mann zurück nach Irland, wie bereits jetzt beschlossen wurden. Nach Ablauf der Gefängnisstrafe soll der Mann lebenslang überwacht werden, weil „kein Kind in der Welt vor ihm sicher sei“, wie US-Beamte feststellten.

Aktueller Fall aus Regensburg

Immer wieder stoßen die Strafverfolgungsbehörden weltweit auf Kinderpornos, die über das Darknet verbreitet werden. Derzeit verhandelt beispielswiese das Landgericht Regensburg (Oberpfalz, Bayern) einen solchen Fall. Vor dem Regensburger Gericht müssen sich ein ehemaliger Regensburger Rechtsanwalt (57) und ein Berliner Kaufmann (54) wegen der Verbreitung von kinderpornohgrafischen Material verantworten.

PC-WELT Marktplatz

2611732