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Grand Theft Auto V: US-Poliker fordert Verbot

23.02.2021 | 15:17 Uhr | Denise Bergert

Weil es zu einer Häufung von Autodiebstählen kommt, wollen Politiker in Chicago den Verkauf von GTA V verbieten.

Die US-Metropole Chicago hat seit vergangenem Jahr ein zunehmendes Problem mit sogenannten Carjackings. Dabei werden Autobesitzer angehalten und von einem Angreifer bedroht. Dieser bringt die Fahrzeugbesitzer dazu, ihm ihren Wagen zu überlassen. In Deutschland wird dieses strafbare Vorgehen als "Räuberischer Angriff auf Kraftfahrer" bezeichnet.

In Chicago stiegen die Carjackings im vergangenen Jahr mit 1.417 Fällen im Vergleich zum Vorjahr auf mehr als das Doppelte an. In den ersten drei Wochen des Jahres 2021 waren es bereits 144 neue Fälle. Der republikanische Politiker Marcus Evans Jr. will die Ursache für die zunehmenden Carjackings in gewaltverherrlichenden Videospielen gefunden haben.

Wie die Zeitung Chicago Sun Times berichtet, hat er in diesem Monat einen Gesetzentwurf eingereicht, mit dem der Verkauf derartiger Spiele verboten werden soll. Das Verkaufsverbot soll bei Videospielen greifen, die psychologischen Schaden anrichten und Carjackings darstellen - wie etwa die "Grand Theft Auto"-Serie.

Evans kommt zu der Annahme, dass Videospiele für die Autodiebstähle verantwortlich sein könnten, weil viele der Täter noch minderjährig sind. Erst am vergangenen Montag wurden laut Fox32 ein 16-Jähriger Täter und vor wenigen Tagen auch zwei 15-jährige Täter verhaftet. Den Politikern zufolge könnten sich die Jugendlichen von den Videospielen inspirieren lassen. Die Tat begehen sie dann, weil sie aufgrund ihres Alters keine hohen Strafen zu befürchten haben. Es bleibt abzuwarten, ob Evans Gesetzentwurf tatsächlich umgesetzt wird.

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