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Grafikkarten werden in China immer teurer

06.09.2021 | 16:10 Uhr | Michael Söldner

Durch geringer ausfallende Liefermengen werden Grafikkarten in China immer teurer. Dieser Trend könnte auch uns betreffen.

Schon seit vielen Monaten sind Grafikkarten von AMD und Nvidia weltweit nur schwer zu bekommen. Grund dafür sind knappe Fertigungskapazitäten, mehr Freizeit durch die Coronakrise sowie das große Interesse von Kryptominern an den neuen Grafikkarten. In den letzten Wochen kehrte sich der Trend jedoch etwas um, neue Grafikkarten wurden dadurch zuletzt wieder erschwinglich, auch wenn sie noch häufig deutlich über der UVP angeboten wurden. Doch in China zeichnet sich bereits eine Verschlimmerung der Situation ab: Durch geringere Liefermengen werden aktuelle Grafikkarten von Nvidia immer teurer. Doch auch auf die Produkte von Konkurrent AMD könnte diese Entwicklung Auswirkungen haben.

Anfangs wurde berichtet, dass nur die Geforce RTX 3060 im September in China deutlich schwerer zu bekommen sein wird. Mittlerweile wird jedoch davon ausgegangen, dass die allgemein reduzierten Liefermengen zu stetig steigenden Preisen führen dürften. So legte die RTX 3070 Ti von Asus in den letzten Tagen um 92 US-Dollar zu, das Modell von Gigabyte kostet zwischen 15 und 46 US-Dollar mehr. Auch bei den preiswerteren Karten wie der RTX 3060 kam es zu einem deutlichen Preisanstieg zwischen 31-54 US-Dollar (Asus) und 46 US-Dollar (Gigabyte). Seit September soll Nvidia rund 30 Prozent weniger RTX-3000-Grafikkarten ausliefern als noch im August. Dadurch steigen die Preise. Es ist zu erwarten, dass auch hierzulande wieder Preisanstiege drohen könnten. Schließlich könnten auch die Liefermengen nach Europa reduziert werden. Das verknappte Angebot würde dann die Preise automatisch nach oben schnellen lassen. Inwieweit in Zukunft auch AMD-Grafikkarten von dieser Entwicklung beeinflusst werden, bleibt noch nicht absehbar.

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