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GPU günstig kaufen: Immer mehr Grafikkarten sind unter der UVP gelistet

10.06.2022 | 16:15 Uhr | Sebastian Schenzinger

Die Grafikartenpreise fallen und erreichen endlich normale Regionen. Diese Nvidia GeForce RTX 3000 und AMD Radeon RX 6000 GPUs gibt es bereits zur UVP oder gar darunter zu kaufen.

Die Preise von Grafikkarten sind seit Jahresbeginn stark gefallen, sodass es nach über zwei Jahren tatsächlich mal wieder diverse GPUs zur UVP und zum Teil sogar darunter zu kaufen gibt. Um welche Modelle es sich dabei handelt, haben wir für Sie hier aufgelistet.

Grafikkarten-Vergleich 2022: GeForce RTX und Radeon RX GPUs im Test - mit Rangliste

Konkurrenzlos günstig: AMD Radeon RX 6500 XT (UVP: 209 Euro)

An der AMD Radeon RX 6500 XT haben wir in unserem Testbericht kein gutes Haar gelassen. Die Kombination aus dem nur 4 GB großen Videospeicher, dem 64-bit Speicher-Bus sowie dem auf vier Lanes beschnittenen PCIe-4.0-Interface sorgt dafür, dass die GPU oftmals schlechter performt als ihr direkter Vorgänger. Wenn Sie es mit den Grafikeinstellungen, insbesondere den Textureinstellungen nicht übertreiben, erhalten Sie mit der RX 6500 XT jedoch eine GPU, mit der Sie auch aktuelle Spiele mit mittleren bis hohen Einstellungen zocken können und das zu einem aktuell konkurrenzlosen Preis:

Preis-Leistungs-Tipp: AMD Radeon RX 6600 (UVP: 339 Euro)

Die AMD Radeon RX 6600 (zum Testbericht) bietet im Schnitt die doppelte Performance der RX 6500 XT und damit genug Leistung, um alle aktuellen AAA-Titel mit höchsten Einstellungen in Full-HD flüssig spielen zu können. Bei aktiviertem Raytracing müssen Sie die Settings dann jedoch etwas reduzieren. Im Vergleich zur Konkurrenz liegt die RX 6600 knapp hinter der RTX 3060 zurück, welche aktuell mit 409 Euro aber bedeutend mehr kostet. Aus unserer Sicht ist die RX 6600 derzeit die GPU mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis:

Refresh mit ordentlich Preisaufschlag: AMD Radeon RX 6650 XT (UVP: 449 Euro)

AMD hat erst jüngst am 10. Mai drei neue Grafikkarten auf Basis von RDNA 2 vorgestellt , welche mit höheren Taktraten und schnellerem Videospeicher aufwarten können. Zu diesen zählt auch die Radeon RX 6650 XT, welche die Radeon RX 6600 XT (zum Testbericht) offiziell ersetzen soll. Für im Schnitt nur drei Prozent Mehrleistung gegenüber dem Ursprungsmodell hat AMD bei der UVP jedoch ordentlich aufgeschlagen. Lag die UVP der RX 6600 XT noch bei 379 Euro, so veranschlagt AMD für die RX 6650 XT 449 Euro. Aus Performance-Sicht können Sie mit der GPU problemlos in Full-HD mit höchsten Settings, aber auch in QHD mit mittleren bis hohen Einstellungen flüssig zocken. 

Refresh mit ordentlich Preisaufschlag: AMD Radeon RX 6750 XT (UVP: 619 Euro)

Auch die AMD Radeon RX 6700 XT (zum Testbericht)  hat in Form der RX 6750 XT einen Refresh mit höheren Taktraten und schnelleren Videospeicher auf Kosten einer erhöhten TBP erfahren. Noch deutlich mehr hat AMD an der Preisschraube gedreht. Wohingegen die UVP der RX 6700 XT noch bei 479 Euro lag, so sind für den Refresh mindestens 619 Euro fällig. Das absurde daran ist, dass die UVP der RX 6800, welche im Schnitt um 14 Prozent schneller ist, nur bei 579 Euro liegt. Bei den Händlern ist die RX 6800 jedoch erst am 849 Euro gelistet.

Zocken in UHD: AMD Radeon RX 6900 XT (UVP: 999 Euro)

Die AMD Radeon RX 6900 XT (zum Testbericht) ist eine der aktuell schnellsten GPUs auf dem Markt, mit der Sie auch in UHD-Auflösung die meisten Spiele mit den höchsten Einstellungen zocken können. Bei aktiviertem Raytracing sollten Sie eher in QHD-Auflösung spielen:

AMDs aktuell schnellste Gaming-GPU: AMD Radeon RX 6950 XT (UVP: 1239 Euro)

Die Radeon RX 6950 XT ist derzeit AMDs schnellste Gaming-GPU, wobei sich diese nur in Details von der RX 6900 XT unterscheidet. So setzt diese auf schnelleren GDDR6-Videospeicher und höhere Chip-Taktraten, was jedoch auf Kosten einer höheren Leistungsaufnahme geht. Aus Performance-Sicht können Sie etwa sieben Prozent mehr Leistung erwarten, was die RX 6950 XT zwischen der RTX 3080 Ti und der RTX 3090 einordnet. 

UHD-Gaming mit aktiviertem Raytracing: Nvidia GeForce RTX 3080 Ti (UVP: 1269 Euro)

Die Nvidia GeForce RTX 3080 Ti (zum Testbericht)  richtet sich in erster Linie an 2160p-Gamer. In den meisten AAA-Titeln erreicht die GPU selbst bei höchsten Grafikeinstellung mindestens 60 FPS. In Puncto Rasterisierungs-Performance ordnet sich die RTX 3080 Ti zwischen AMDs RX 6900 XT und RX 6950 XT ein, bei aktiviertem Raytracing hat Nvidias Grafikkarte dann die Nase vorne. Noch einmal etwas schneller rechnen die RTX 3090 und RTX 3090 Ti, der Aufpreis für diese beiden Modelle fällt jedoch überproportional hoch aus und außerdem richten sich die beiden Grafikkarten aufgrund ihres 24 GB großen Videospeichers eher an kreative Anwender denn an Gamer. 

BFGPU mit 24 GB Videospeicher: Nvidia GeForce RTX 3090 (UVP: 1649 Euro)

Die Nvidia GeForce RTX 3090 (zum Testbericht)  bietet beim Gaming zwar nur einen geringen Performance-Vorteil gegenüber der RTX 3080 Ti, kann dafür aber mit dem 24 GB großen Videospeicher punkten. Dadurch ist die RTX 3090 weniger als GeForce Topmodell, sondern vielmehr als Titan-Nachfolger anzusehen, der sich in erster Linie an Kreative richtet, die nie genug VRAM haben können.

Beste GPU für Gaming & mehr: Nvidia GeForce RTX 3090 Ti (UVP: 2249 Euro)

Die Nvidia GeForce RTX 3090 Ti ist das aktuelle Non-Plus-Ultra für Gamer und Kreative. Die letzten Prozentpunkte Performance lässt sich Nvidia jedoch fürstlich entlohnen. So performt die GPU bei den Gaming-Tests nur zehn bis zwölf Prozent besser als die RTX 3080 Ti, kostet aber gemäß UVP nahezu das doppelte. Kreative Anwender profitieren vor allem von dem 24 GB großen Videospeicher, wobei auch die RTX 3090 mit der gleichen Menge VRAM bestückt und bedeutend günstiger zu kaufen ist. 

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