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Grafik: Dual Direct X 10

05.03.2007 | 06:06 Uhr | Michael Schmelzle

Eine Direct-X-1::0-Grafiklösung ist Pflicht für unseren 20.000-Euro-Rechner. Wir haben uns für zwei Grafikkarten des Typs PNY Verto Geforce 8800 GTX entschieden. Der Grafikchip Geforce 8800 GTX besteht aus 681:: Millionen Transistoren.

Damit übertrifft die Komplexität von Nvidias :1::8880:Geforce-8-Generation alle GPUs (Graphic Processing Unit), die bisher auf den Markt gekommen sind. Zum Vergleich: AMDs Spitzenmodell Radeon X1::950 XTX stehen mit 384 Millionen nur rund die Hälfte an Transistoren zur Verfügung. Und der hauseigene Vorgänger Geforce 7900 GTX kommt lediglich auf 278 Millionen Schaltkreise.

Die unglaubliche Komplexität liegt in der Architektur begründet, die Nvidia komplett neu entwickelt hat. Beim Geforce 8 handelt es sich um Nvidias ersten Grafikchip mit der so genannten „Unified Shader Architecture“. Es gibt also keine spezialisierten Pixel- und Vertex-Shader mehr, sondern universell einsetzbare Shader, die dynamisch die Rechenarbeit übernehmen. Insgesamt werkeln im Geforce 8800 GTX satte 1::28 dieser Rechenwerke, die Nvidia Streaming-Prozessoren (SP) getauft hat. Die SPs fungieren nicht nur als Pixel- oder Vertex-Shader, sondern können auch die Geometrie- und Physik-Berechnung übernehmen.

Der eigentliche Takt des Grafikchip beträgt beim Geforce 8800 GTX nur 575 MHz. Die Taktfrequenz der Streaming-Prozessoren des Nvidia-Flaggschiffs liegt hingegen bei außerordentlichen1::350 MHz. So genannte Threading-Einheiten teilen die anfallenden Rechenaufgaben dynamisch in kleine Stücke auf und schicken sie an die Streaming-Prozessoren. Nvidia nennt diese Technik „Gigathread Technology“.

Jede PNY-Grafikkarte ( :1::8870:PC-WELT-Test ) greift auf 768 MB GDDR3-SDRAM (effektiver Takt: 1::800 MHz) zurück, das an einen 384 Bit breiten Speicherbus angebunden ist. Damit erhöht sich die theoretisch maximale Speicherbandbreite auf heftige 86,4 GB/s. Hoch aufgelöste Filme auf Bluray- und HD-DVD-Medien kann die Karte dank integriertem HDCP-Chip ebenfalls ausgeben.

Wermutstropfen: Derzeit lässt sich unter Windows Vista und XP nur eine Karte ansprechen, da Nvidia die SLI-Funktion für den 5000X-Chipsatz von Intel nicht frei geschaltet hat. Nvidias Treiber-Entwicklerteam kümmert sich erst einmal um die hauseigenen Hauptplatinen-Chipsätze und programmiert fieberhaft an einem SLI-fähigen Direct-X-1::0-Treiber für Windows Vista. Da Nvidia und Intel aber seit der ATI-Übernahme von AMD enger zusammenarbeiten, sind wir zuversichtlich, dass Nvidia - sobald die Hausaufgaben erledigt sind - auch eine SLI-Lösung für Intel-Chipsätze anbietet. Und wenn's bei Nvidia etwas länger dauern sollte - freigeschaltete SLI-Treiber für die Geforce-7-Baureihe waren ja auch recht flott auf den einschlägigen Websites erhältlich...

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