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Google gibt Besitzern von Wireless Access Points Veto-Recht

19.09.2011 | 10:30 Uhr |

Derzeit arbeitet Google an einer Opt-out-Funktion. So sollen Inhaber eines Wireless Access Point selber entscheiden dürfen, ob Ihr Zugangspunkt Crowdsourced-Daten für Googles standortbezogene Dienste liefern soll.

Standortbezogene Dienste (Location-based Services) werden täglich von mehreren Millionen Menschen genutzt. Sie informieren etwa über die aktuelle Verkehrslage und wann die nächste U-Bahn-Verbindung verfügbar ist. Oder sie zeigen das aktuelle Filmprogramm der umliegenden Kinos und Nutzer können Ihre Eintrittskarten bequem von Ihrem aktuellen Standort aus reservieren.

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Doch Dienste, die sich auf sogenannte „Crowdsourced“-Daten (Crowd=Menschenmenge, source=Quelle) stützen, geraten immer wieder in das Kreuzfeuer von Politik, Datenschutzbeauftragten und Menschenrechts-Organisationen. Sie sehen eine mögliche Verletzung geltender Datenschutzgesetze durch die Google-Mapping-Dienste.

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Mit dem Opt-out-Feature (Opt-out = wahlweiser Austritt) reagiert Google nun auf die Bedenken der Datenschützer. „Wir arbeiten derzeit an einer Opt-out-Funktion", so Peter Fleischer, Datenschutzbeauftragter bei Google. Inhaber eines Wireless Access Points können so aus Googles ortsbezogenen Datensammelbank aussteigen (diese Daten werden für verschiedene Standortdienste genutzt). So werden über diesen Wireless-Zugangspunkt zukünftig keine Nutzer mehr lokalisiert. Die Opt-out-Funktion soll im Herbst kommen.

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Fleischer versichert im Google blog zudem, dass die gesammelten Daten für Googles standortbezogene Dienste nicht dazu genutzt werden um Menschen zu identifizieren.

In der neuen Folge von Doppelklick erläutert PC-WELT-Experte Benjamin Schischka, was ortsbasierte soziale Netzwerke sind und wo deren Nutzen und Gefahren liegen. Durch die Sendung führt Moderatorin Alexandra Polzin.

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