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Googles Notfall-App soll im Falle eines Falles helfen

05.12.2016 | 15:31 Uhr |

Google hat mit "Vertrauenswürdige Kontakte" eine App veröffentlicht, die in Notfällen helfen soll, den Standort des Nutzers zu ermitteln.

Google veröffentlicht eine neue Notfall-App, die in der deutschsprachigen Variante den Namen Vertrauenswürdige Kontakte trägt. Derzeit taucht die App zwar auch im deutschen Google Play Store auf, ist aber noch nicht erhältlich. In einem Blog-Eintrag weist Google aber auf die Verfügbarkeit der App hin.

Das Prinzip: Über die App können die Nutzer Freunde und Familie als vertrauenswürdige Kontakte hinzufügen. Diesen Kontakten ist es dann erlaubt, eine Standortanfrage an den Nutzer zu stellen. Sollte alles in Ordnung sein, kann der Nutzer die Standortanfrage einfach ablehnen. Antwortet er aber auf die Standortanfrage nicht, dann erfährt der vertrauenswürdige Kontakt den Standort des Nutzers. Das funktioniert laut Google selbst dann, wenn der betreffende Nutzer offline sein sollte oder der Akku seines Geräts leer sein sollte.

Außerdem kann der Nutzer auch seinen Standort vorsorglich freigeben, beispielsweise wenn er sich nicht sicher fühlt oder ein Notfall eintritt. "Mit Vertrauenswürdige Kontakte wird eine Verbindung zu Menschen hergestellt, die dir sehr wichtig und die für dich da sind, wenn du sie brauchst", heißt es seitens Google. Und weiter: "Ganz gleich, ob dein Gerät online oder offline ist, ob du nur etwas Zuspruch brauchst oder tatsächlich in einer Notlage bist."

Google weist darauf hin, dass die App nicht nur in Notfällen helfen soll, sondern auch im Alltag den Nutzern dabei helfen soll, sich sicherer zu fühlen. Ein Beispiel dafür sei, so Google im Blog-Eintrag , wenn man beispielsweise in der Dunkelheit nach Hause gehen müsse und sich dabei unwohl fühle. Über die App könne man nun vorher seinen Standort für einen vertrauenswürdigen Kontakt freigeben, der einen dann zumindest virtuell auf dem Nachhauseweg begleite. Daheim sicher angekommen könne dann die Standortfreigabe wieder zurückgezogen werden.

Als Beispiel für die Nutzung als Notfall-App nennt Google den Fall, dass man sich mit einer Person verabredet habe und diese sich arg verspäte. Sollte die Person nicht auf Kontaktversuche reagieren, dann könne man über die App den Standort der Person in Erfahrung bringen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zur Rettung der Person einleiten.

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