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Google warnt Journalisten vor staatlichen Hackern

24.11.2016 | 13:58 Uhr |

Aktuelle Meldungen enthüllen angeblich eine großangelegte staatliche Hacker-Kampagne gegen Journalisten und Wissenschaftler.

Google warnte zahlreiche prominente Journalisten und Professoren innerhalb der letzten 24 Stunden, dass ihre Accounts ins Visier staatlicher Hacker geraten seien. Das belegen Social-Media-Meldungen der Betroffenen.

Zu den Menschen, die eine derartige Warnung von Google erhalten haben zählen der New-York-Times-Kolumnist Paul Krugman, GQ-Korrespondent Keith Olbermann, Ex-Diplomat und Stanford-Professor Michael McFaul, Atlantic-Autor Jon Lovett und New-York-Magazine-Reporter Jonathan Chait. Besagte Warnung zeigt Google in Form eines großen Banners an, wenn sich Betroffene bei ihrem Google-Account einloggen. Auf dem Banner findet sich der Hinweis: „Warning: Google may have detected government-backed attackers trying to steal your password.“ Die Meldung ist mit einem Link zu einer Seite mit Tipps zur Absicherung des Accounts verknüpft. Entsprechende Warnungen zeigt Google bereits seit 2012 an.

Verdächtig an den aktuellen Bannern ist deren Häufigkeit. So meldeten sich in den letzten 24 Stunden immer mehr betroffene Journalisten und Wissenschaftler in Social-Media-Kanälen. Den Mutmaßungen zufolge könnte es sich um einen großangelegten Hack handeln. Google dementiert diese Theorie auf Nachfrage von Arstechnica jedoch. Laut dem Suchmaschinen-Konzern handelt es sich um ältere Hinweise. Google verzögert deren Anzeige nach einem Hacking-Versuch um rund einen Monat, um Hackern keine Hinweise auf Sicherheitsmechanismen zu liefern. Die Banner würden außerdem nur bei Hacking-Versuchen angezeigt. Ob das Passwort des Betroffenen tatsächlich gestohlen werden konnte, darüber gibt das Unternehmen keine Auskunft.

Sollten die Hack-Versuche schon einen Monat zurückliegen, könnten sie laut Arstechnica mit der Sicherheitsfirma Volexity in Verbindung stehen. Nach Trumps Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl nahm sie unterschiedliche US-Organisationen ins Visier. Dem Unternehmen werden Kontakte zur russischen Regierung nachgesagt.

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