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Google und Facebook um 122 Millionen US-Dollar betrogen

28.03.2019 | 14:38 Uhr | René Resch

Ein Mann aus Litauen hat gestanden, Google und Facebook um 122 Millionen US-Dollar betrogen zu haben - mit einer einfachen Masche.

Ein Mann aus Litauen hat zugegeben, die Tech-Giganten Google und Facebook um insgesamt 122 Millionen US-Dollar betrogen zu haben. Geschafft habe er dies mithilfe gefälschter E-Mails.

Gegenüber Google und Facebook gab sich der Mann mit seinen Partnern als Vertreter des taiwanesischen Notebook-Herstellers Quanta Computer aus, das berichtete nun Techspot. In E-Mails forderten die Betrüger die beiden Konzerne dazu auf, Zahlungen, für angeblich geleistete Dienste von Quanta Computer an Bankkonten in verschiedenen Ländern wie Lettland, Zypern, Slowakei, Litauen, Ungarn und Hongkong zu überweisen.

Um eine gewisse Glaubwürdigkeit zu erzeugen, gründete der Beschuldigte eine Firma mit dem Namen Quanta Computer in Litauen. Ebenfalls fälschte er Dokumente, die danach aussahen, als hätten Mitarbeiter von Google und Facebook diese selbst unterzeichnet. Die Konzerne kamen den Zahlungsaufforderungen nach, so überwies Google den Betrügern 23 Millionen US-Dollar und Facebook weitere 99 Millionen US-Dollar.

Nur kurze Zeit später flog der Betrug allerdings auf. Die beiden Konzerne informierten die Behörden und der Betrüger wurde geschnappt. Litauen lieferte den Beschuldigten mit dem Namen Rimasauskas bereits im August 2017 an die USA aus. Kürzlich bekannte sich der Kriminelle vor einem Gericht in New York des Online-Betrugs für schuldig.

Dem Betrüger drohen in den USA bis zu 30 Jahre Haft

Der Betrüger erklärte sich zudem für eine Rückzahlung von etwa 50 Millionen US-Dollar des gestohlenen Geldes bereit. Facebook und Google gaben an, einen Großteil des Geldes zurückerhalten zu haben, ein Teil des Betrug-Geldes fehlt jedoch. Wohin dieses Geld geflossen ist, bleibt vorerst unklar. In den USA drohen ihm nun bis zu 30 Jahre Haft, das Urteil wird am 24. Juli 2019 erwartet.

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