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Google über die Privatsphäre bei Stadia

05.04.2019 | 16:28 Uhr | Michael Söldner

Wie geht Google mit den Nutzerdaten um, die über den geplanten Streaming-Dienst Stadia gesammelt werden?

Mit seinem Streaming-Dienst Stadia will Google die Nutzung von Spielen deutlich vereinfachen. Die Games werden in der Cloud berechnet und auf beliebigen Endgeräten wiedergegeben. Dabei fließen jedoch auch zahlreiche Nutzerdaten über die Server des Konzerns, entsprechend mehren sich Bedenken zum Datenschutz. Mit einer Stellungnahme will Google diese Sorgen aus der Welt schaffen: Googles Vizepräsident und General Manager Phil Harrison teilte in einem Interview mit GamesIndustry.biz mit, dass auch Stadia auf Googles Richtlinien zur Privatsphäre und persönlichen Information aufbauen werde. Der für Stadia genutzte Account basiere zwar auf dem Google-Account, es könnten dennoch neue Online-Rollen erstellt werden, die Mitspielern weniger private Daten preisgeben.

Noch wurden die Nutzungsbedingungen für Stadia jedoch nicht veröffentlicht. Der Umgang mit den über den Dienst gesammelten Daten bleibt daher noch unklar. Während einige Experten die Möglichkeiten von Stadia begrüßen und einen frischen Wind in der Branche erwarten, bemängeln Kritiker die Verwertung der gesammelten Nutzerdaten. Ein auf Marketing, Datamining und Machine Learning spezialisierter Konzern wie Google könnte aus den über Stadia gesammelten Daten viele Rückschlüsse ziehen. Andere Branchenkenner rechnen hingegen mit einer ähnlichen Nutzererfahrung wie bei Youtube und gehen von personalisierten Werbespots vor jeder Zwischensequenz aus.

Google Stadia: Alle Infos zum neuen Game-Streaming-Dienst

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