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Google treibt SMS-Alternative RCS nun selbst voran

18.06.2019 | 18:43 Uhr | Michael Söldner

Die schleppende Verbreitung des SMS-Nachfolgers RCS soll nun direkt durch Google forciert werden.

Schon lange sucht die Industrie eine Ablöse für die SMS als Nachrichtenstandard. Mit RCS (vormals Joyn) steht dieser seit Jahren auch schon in den Startlöchern. Dennoch zeigten Telekommunikationsanbieter an den Rich Communications Services (RCS) bislang nur wenig Interesse. Aus diesem Grund will Google das Format jetzt in Eigenregie in mehreren Märkten einführen . Besitzer eines Android-Mobilgeräts könnten dann Nachrichten und Bilder unabhängig von einem Messenger-Dienst wie WhatsApp verschicken.

Neben Text und Bildern lassen sich mit RCS auch GIFs verschicken. Genau wie die SMS ist RCS ein allgemeiner Standard, der keine zusätzlichen Apps benötigt. Für den Versand genügt die Messages-App innerhalb von Android. Während bislang die Netzanbieter für die Einführung von RCS zuständig waren, will Google dies nun in Großbritannien und Frankreich selbst übernehmen. Beim Starten der Messages-App sollen Nutzer künftig gefragt werden, ob sie den neuen Standard nutzen wollen. Doch auch das Gegenüber muss RCS unterstützen. Alternativ kann das Gespräch aber auf die SMS zurückfallen. Im Gegensatz zu anderen Messengern ist die Kommunikation mit RCS jedoch an die SIM-Karte gebunden, sie ist damit nur von einem Gerät aus möglich. Zudem fehlt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wie bei WhatsApp oder Telegram. Google beruhigt Nutzer hier, indem die Nachrichten direkt nach der Zustellung gelöscht werden sollen.

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