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Google packt Mikrofon in Nest Secure und erzählt es keinem

20.02.2019 | 15:26 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Viele Monate lang verkaufte Google ein Produkt, ohne den Käufern zu verraten, dass darin ein Mikrofon steckt.

Die Verwunderung war groß, als Google kürzlich erklärte, dass seine Heim-Sicherheitsanlage Nest Secure per Update eine Unterstützung für Google Assistant erhält. Wie sollte das Gerät auf Sprachkommandos hören können, wenn sich darin kein Mikrofon befindet? Schnell wurde die Produktbeschreibung geändert und Google räumte ein: In dem Gerät befindet sich ein Mikrofon.

Einige Tage später folgt nun auch noch die Entschuldigung von Google. Wie Businessinsider meldet , habe ein Google-Sprecher erklärt, dass man bei Google einen Fehler gemacht habe. In dem Produkt sei schon immer ein Mikrofon gewesen und man habe seitens Google kein Geheimnis daraus machen wollen. "Wir hätten es in den technischen Spezifikationen listen sollen. Dies war ein Fehler auf unserer Seite", so der Sprecher.

Immerhin erklärte Google auch, dass das Mikrofon in dem Sicherheitsprodukt bisher zu keinem Zeitpunkt eingeschaltet gewesen sei und damit die Nutzer auch nicht unwissentlich belauscht wurden. Das Mikrofon sei für den Fall eingebaut worden, dass man es für künftige Sicherheits-Updates brauchen könnte. Etwa für die Erkennung der Geräusche beim Zerschlagen einer Fensterscheibe.

Beunruhigend ist der Vorfall vor allem deshalb, weil es ein Sicherheitsprodukt betrifft. Die Käufer wollen sich damit vor Einbrechern schützen und erfahren nun viele Monate nach dem Produktstart, dass das Gerät über eine Funktion verfügt, die bisher allgemein nicht bekannt war. Und hinzu kommt, dass es sich mit Google Assistant dabei um eine Funktion handelt, die durchaus problematisch für Nutzer ist, die Wert auf ihre Privatsphäre legen.

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