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Google-Mitarbeiter soll Geschäftsgeheimnisse an Uber verkauft haben

28.08.2019 | 12:05 Uhr | René Resch

Einem Ex-Google-Ingenieur wird vorgeworfen, tausende Betriebsgeheimnisse an den Konkurrenten Uber verkauft zu haben. Ihm droht eine Haft- und Millionenstrafe.

Der ehemalige Google-Mitarbeiter, Anthony L. soll vor seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen tausende Dokumente heruntergeladen und an Uber weitergegeben haben. Wie Spiegel-Online berichtet, droht dem Ingenieur nun eine Millionenstrafe.

Der Ex-Mitarbeiter, der Pionierarbeiten im Bereich der selbstfahrenden Autos leistete, wird in den USA nun wegen Diebstahl in 33 Fällen angeklagt. Anthony L. soll jahrelang geheime Unternehmens-Informationen von Google gestohlen und an den Konkurrenten Uber verkauft haben. Dazu zählen beispielsweise Geheimnisse wie die Lidar-Technologie, die es autonom fahrenden Fahrzeugen ermöglicht, ihr Umfeld zu erkennen. Die Staatsanwälte sprachen bei den Geheimnissen gar von Googles „Kronjuwelen“.

Der Anklage geht aus einer früheren Klage hervor, die 2017 von der Google-Tochter Waymo eingereicht wurde. Waymo behauptete damals der Ingenieur haben rund 14.000 Dokumente mit Geschäftsgeheimissen heruntergeladen, bevor er das Unternehmen 2016 verließ, um Otto zu gründen – ein Unternehmen, das autonome Trucks entwickelt. Im gleichen Jahr wurde Otto von Uber aufgekauft. Im Prozess von 2017 gab Uber an, nichts von gestohlenen Geschäftsgeheimnissen von Google zu wissen. Uber wollte an die Google-Tochter 245 Millionen US-Dollar zahlen, um sich in dem Fall außergerichtlich zu einigen. Der zuständige Bundesrichter empfahl jedoch, den Fall weiter untersuchen zu lassen.

Die US-Staatsanwaltschaft bestätigte nun die laufenden Untersuchungen in dem Fall, ob dabei auch gegen Uber und den Gründungs-CEO Travis Kalanick ermittelt wird, ließ die Staatsanwaltschaft nicht verlauten. Google und Uber kooperieren bei den Ermittlungen.

Der Ingenieur Anthony L. war bei Uber für den Bereich zur Entwicklung von autonomen Fahrzeugen verantwortlich. Da er jedoch schon damals nicht mit den Ermittlern kooperierte, wurde er im Jahre 2017 entlassen. Nun drohen ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren sowie eine Geldstrafe von etwa 8,25 Millionen US-Dollar.

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