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Google Maps wird besser: Neue Routing-Optionen, Wetter, Indoor, Sprach-Assistant

31.03.2021 | 12:37 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Google Maps bekommt eine Fülle cooler Verbesserungen. Es zeigt Wetterdaten und Luftqualität an, bietet eine verbesserte Innen-Navigation und neue Routing-Möglichkeiten, warnt vor Umweltzonen und bekommt auch in Deutschland den "Assistant Driving Mode". Ein Überblick.

Google Maps soll in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten zahlreiche Verbesserungen bekommen. Dank KI. Ein Überblick.

Wetterdaten und Luftqualität

Google Maps soll auf Android-Smartphones und iPhones künftig aktuelle und vorhergesagte Temperatur- und Wetterbedingungen anzeigen. Außerdem zeigt Google Maps auch die Luftqualität an. Hierzu bezieht Google Daten von Partnern wie The Weather Company, AirNow.gov und dem Central Pollution Board.

Wetterdaten und Luftqualität
Vergrößern Wetterdaten und Luftqualität
© Google

Die Wetteranzeige soll weltweit verfügbar sein, die Informationen zur Luftqualität werden dagegen zunächst nur in Australien, Indien und den USA eingeführt. Weitere Länder sollen folgen.

Live View für Innenräume

Mit dem von der Fußgängernavigation bekannten "Live View" soll man künftig auch innerhalb von Gebäuden vermeiden, dass man in die falsche Richtung läuft oder sich auf einem Stockwerk verirrt. Hierzu blendet Live View wie gehabt in der Google-Maps-App für Android und iOS Richtungspfeile und weitere Hinweise ein, die signalisieren, wohin man gehen soll. Nur künftig eben auch im Inneren von Gebäuden. Google denkt dabei vor allem an Flughäfen, Bahnhöfe und Einkaufszentren. Allerdings soll Live View für Gebäude in den kommenden Monaten nur für „eine Reihe von Flughäfen, Einkaufszentren und Bahnhöfen in Tokio und Zürich“ dazu kommen. Aktuell können Sie diese Indoor-Navigations-Unterstützung in ausgewählten Einkaufszentren in den USA, unter anderem in Chicago, Los Angeles, San Francisco und Seattle nutzen.

Live View für im Gebäude.
Vergrößern Live View für im Gebäude.
© Google

Umweltfreundlicher Fahren

Google entwickelt basierend auf den Erkenntnissen des "US Department of Energy’s National Renewable Energy Lab" (Institut für erneuerbare Energien des US Energieministeriums) ein neues Routing-Modell, das den Kraftstoffverbrauch anhand von Faktoren wie Straßenneigung und Verkehrsstaus optimieren soll. In Kürze soll Google Maps dann standardmäßig die Route mit dem „geringsten CO2-Fußabdruck" wählen, wenn diese Route ungefähr die gleiche Ankunftszeit wie die schnellste Route bietet. In Fällen, in denen die umweltfreundliche Route die Ankunftszeit erheblich verlängern könnte, soll Google Maps den Benutzer die relative CO2-Belastung zwischen den Routen vergleichen lassen, damit diese dann selbst entscheiden kann. Wer dagegen immer auf der schnellsten Route fahren will, muss diese Option in den Google-Maps-Einstellungen explizit einstellen. In den USA sollen die umweltfreundlichen Routen im Laufe des Jahres 2021 auf Android und iOS verfügbar werden, der weltweite Start soll ebenfalls in Planung sein.

Öko-Routenansicht
Vergrößern Öko-Routenansicht
© Google

Google will zudem eine neue Routenansicht einführen, die es einfacher machen soll, unterwegs nachhaltigere Optionen zu wählen. Diese Ansicht soll einen „umfassenden Überblick“ über alle Routen und Verkehrsmittel, die zum Ziel führen, bieten. Der Benutzer soll dann vergleichen können, wie lange er/sie mit dem Auto, den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad braucht, ohne zwischen verschiedenen Tabs hin- und herklicken zu müssen. Google Maps soll dabei „mithilfe fortschrittlicher Modelle für maschinelles Lernen“ automatisch Ihre bevorzugten Verkehrsmittel priorisieren und verstärkt Verkehrsmittel anzeigen, die in Ihrer Stadt besonders beliebt sind. Diese neue Funktion soll in den kommenden Monaten weltweit für Android und iOS ausgerollt werden.

Umweltzonen anzeigen

Außerdem soll Google Maps ab Juni zunächst in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Spanien und Großbritannien auf Androidgeräten und iPhones Umweltzonen anzeigen. Weitere Länder sollen folgen. Damit sollen Autofahrer erkennen, ob sie mit ihrem Fahrzeug das Navigationsziel überhaupt befahren dürfen.

Assistant Driving Mode kommt nach Deutschland

Mit dem Assistant Driving Mode können Autofahrerinnen und Autofahrer per Sprache Anrufe und Texte senden und empfangen, neue Nachrichten in verschiedenen Messaging-Apps überprüfen und sich Texte vorlesen lassen. Das alles, ohne den Navigationsbildschirm zu verlassen. Die Funktion wird ab 5. April 2021 in Deutschland verfügbar sein.

Insgesamt will Google im Jahr 2021 über 100 KI-gestützte Verbesserungen in Google Maps einführen.

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