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Gleichgültigkeit gegenüber Digital Rights Management-Lösungen

08.07.2002 | 13:01 Uhr |

Ginge es nach den Verwertungsgesellschaften, könnten in Zukunft Musik-CDs kostenlos verteilt werden. Plattenfirmen und Künstler würden sich dann nur noch über Geräteabgaben finanzieren", betonte Regine Stachelhaus von HP.

Sie kritisierte ferner, dass die GEMA und andere Verwertungsgesellschaften nicht an technischen DRM-Lösungen (Digital Rights Management) interessiert seien, durch die das Urheberrecht der Musiker oder Komponisten gewahrt bleibe. DRM-Systeme ermöglichen laut Stachelhaus die individuelle Lizenzierung von urheberrechtlich geschützten Werken und damit auch die nutzungsabhängige Vergütung der Urheber. Damit wäre ihrer Meinung nach die geforderte pauschale Urheberrechtsabgabe auf IT-Geräte und CD-Rohlinge hinfällig.

Am Ende der HP-Mitteilung legt Regine Stachelhaus noch einen drauf: "Stellen Sie sich einen Buchhändler vor, der seinen Laden nachts unverschlossen und unbeaufsichtigt lässt und die Verluste dann anschließend aus Steuergeldern ersetzt haben will. Die GEMA fordert schlicht das Ende der Marktwirtschaft. Ich hoffe, dass die Politik endlich begreift, wohin diese rückwärtsgewandten Forderungen der Verwertungsgesellschaften führen."

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