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Glasfaser, Mobilfunk, SMS: Die Lage in Deutschland

07.06.2022 | 10:51 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Überraschung: 2021 wurden wieder mehr SMS verschickt. Der Grund. Außerdem: So viele Glasfaseranschlüsse gibt es, so lange wird mobil und im Festnetz telefoniert und so viel wird gesurft – der Jahresbericht der Bundesnetzagentur.

Die Bundesnetzagentur gibt in ihrem Jahresbericht einen Überblick zur Lage der Telekommunikation in Deutschland. So konzentriert sich der Ausbau des Festnetzes auf den Glasfaserausbau und auf die Aufrüstung der Kabelnetze auf Gigabit-Datenübertragungsraten.

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Zum Jahresende 2021 gab es demnach rund 2,6 Millionen aktive Glasfaseranschlüsse. Davon sind rund 1,7 Millionen Anschlüsse FTTH (Fiber to the Home), also das Glasfaserkabel reicht bis in die Wohnung. Bei rund 0,9 Millionen reicht das Glasfaserkabel nur bis zum Gebäude, was als FTTB (Fiber to the Building) bezeichnet wird. FTTH/FTTB-Anschlüsse machen damit Ende 2021 7,1 Prozent aller aktiven Breitbandanschlüsse aus.

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So viel wird gesprochen

Im Jahr 2021 wurden rund 102 Milliarden Gesprächsminuten (zum Vergleich 2020: 104 Milliarden) über Festnetze geführt. Über die Mobilfunknetze im Inland wurden 2021 rund 163 Milliarden abgehende Gesprächsminuten geführt. Dies entspricht 127 Gesprächsminuten monatlich je SIM-Karte. Das Gesprächsvolumen im Mobilfunk übersteigt mittlerweile deutlich das über Festnetz abgewickelte Volumen.

Mehr Datenvolumen im Festnetz und Mobilfunknetz

Bis zum Jahresende 2021 gingen schätzungsweise 100 Milliarden Gigabyte Daten durch die Festnetzleitungen. Umgerechnet auf die einzelnen Breitbandkunden in Festnetzen entsprach dies einem durchschnittlichen Datenverbrauch von 226 Gigabyte pro Monat.

Ende 2021 gingen zudem 5,457 Millionen Gigabyte Daten durch die Mobilfunknetze. Der überwiegende Teil (95 Prozent) des Datenverkehrs wurde dabei über LTE realisiert. Im Jahr 2021 hat sich das durchschnittlich genutzte Datenvolumen pro aktiver SIM-Karte und Monat gegenüber dem Vorjahr um etwa 39 Prozent auf 4,3 Gigabyte erhöht.

Vermehrte Nutzung von SMS

In Deutschland wurden 2021 7,8 Milliarden SMS verschickt. Das waren 0,8 Milliarden mehr als 2020. Die Bundesnetzagentur vermutet, dass die Zwei-Faktor-Authentifizierung ein Grund für das vermehrte SMS-Aufkommen sein könnte. Allerdings liegen diese 7,8 Milliarden weit unter dem SMS-Rekord im Jahr 2012 mit 59,8 Milliarden verschickter Kurznachrichten

Sie finden den Jahresbericht 2021 auf der Website der Bundesnetzagentur hier.

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