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GfK: "Deutschland ist im Gaming-Fieber"

03.03.2021 | 11:40 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Der Grafikkarten-Umsatz in Deutschland ist zuletzt massiv gestiegen, wie aus aktuellen Zahlen der GfK hervorvorgeht.

Einen richtigen Boom bei den Grafikkarten-Verkäufen hat die GfK in Deutschland registriert. Der Grund dafür sind die im letzten Quartal 2020 erschienen Grafikkarten mit den neuen GPU-Generationen von AMD und Nvidia. Diese sind zwar weiterhin nur schwer erhältlich, aber dennoch haben sie für einen so großen Schub bei den Grafikkarten-Umsätzen gesorgt, dass die GfK von einem "Deutschland im Gaming-Fieber" spricht.

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In den ersten neun Monaten des Jahres 2020 habe es eine eher verhaltene Entwicklung bei den Grafikkarten-Verkäufen gegeben. Im vierten Quartal 2020 stieg der Umsatz in Deutschland dann aber um 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Im Januar 2021 lag das Wachstum dann sogar noch einmal höher bei 94 Prozent.

956 Euro kostet im Durchschnitt eine neue Grafikkarte

"Der durch die COVID-19 Pandemie verstärkte @Home-Trend hat das Segment Entertainment und Gaming beflügelt. Vor allem der deutliche Performancezuwachs der neuen GPU Generationen hat zu einer hohen Nachfrage geführt, die aktuell deutlich das Angebot übersteigt und deshalb eine Preisexplosion ausgelöst hat", erklärt die GfK.

Den Durchschnittspreis für eine Grafikkarte der neuen Generation lag im Januar 2021 bei 956 Euro. Im Vergleich zum Zeitpunkt der Markteinführung entspricht dies laut GfK einem Preisanstieg um bis zu 31 Prozent im Vergleich zum Zeitpunkt der Markteinführung.

Höhere Umsatzzuwächse wären möglich

"Wir gehen davon aus, dass die Umsatzzuwächse noch deutlich stärker ausgefallen wären, wenn eine höhere Verfügbarkeit der Produkte gegeben wäre", erklärt Aleksandar Tomasevic, Marktexperte für IT-Kategorien bei GfK. Und er fügt hinzu: "Erschwerend hinzu kommt der aktuelle Boom bei Kryptowährungen, die ebenfalls ein hohes Interesse an den schnellen Grafikkarten haben. Auch sogenannte Scalper, die Grafikkarten in hohen Mengen aufkaufen, um sie teurer wiederzuverkaufen, verstärken das knappe Angebot."

Der GfK-Experte geht davon aus, dass mit einer Entspannung der Situation erst zu rechnen ist, wenn ein "stetiger und hoher" Nachschub an Grafikkarten am Markt gewährleistet werden kann. Das könne aber sicherlich noch einige Monate dauern.

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