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Gesetzentwurf will 2-Jahres-Verträge abschaffen

16.08.2019 | 11:34 Uhr | René Resch

Ein neuer Gesetzentwurf soll das Ende der 24-Monats-Verträge einläuten und auf ein Jahr begrenzen. Und auch bei Vertrags-Verlängerungen soll sich etwas ändern.

Ist die Zeit der 2-Jahres-Verträge demnächst vorbei? Bundesjustizministerin Christine Lambrecht will besagte 24-Monats-Verträge in einem neuen Gesetzentwurf auf maximal ein Jahr begrenzen. Bei einer verpassten Kündigung soll sich der Vertrag dabei auch nur noch um drei Monate statt um ein komplettes Jahr verlängern. Egal ob Mobilfunk-, Zeitschriften-, oder Fitnessstudio-Vertrag.

„Lange Vertragslaufzeiten und in den AGB versteckte automatische Ein-Jahres-Verlängerungen sind ärgerlich und teuer“, sagte die SPD-Politikerin und fügte hinzu: „Betrügerische Geschäftsmodelle, undurchsichtige Vertragsstrukturen und kalkulierte Kostenfallen sind leider immer noch an der Tagesordnung.“

Und auch vor Werbeanrufen, in denen es beispielsweise um dubiose Wechsel des Strom- oder Gas-Anbieters gehe, sollen Verbraucher deutlich besser geschützt werden. Um Betrügereien zu vermeiden, sollen Verbraucher telefonisch vereinbarte Verträge erst noch einmal schriftlich bestätigen müssen. Erst dann soll ein gültiger Vertrag zu Stande kommen dürfen. Firmen müssen besser dokumentieren und im Zweifel nachweisen können, dass die Einwilligung des angerufenen Verbrauchers vorliegt.

Der Gesetzesentwurf wäre natürlich für jeden Verbraucher erfreulich. Verpasste Vertrags-Kündigungen wären künftig weit weniger ärgerlich. Allerdings dürfte sich dann auch einiges an der Preisgestaltung von Anbietern, wie beispielsweise der Mobilfunkbranche, ändern. 2-Jahres-Verträge mit einem guten Smartphone für nur einen Euro dürften dann eher seltener sein Aber auch das dürfte sich für den Verbraucher auszahlen – denn wenn es um Vertrags-Aktualisierungen bei Verbrauchern geht, locken Anbieter meist mit besseren Konditionen oder Angeboten.

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