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Gerücht: Nvidia senkt GPU-Preise für Board-Partner - Grafikkarten bald günstiger?

17.03.2022 | 13:45 Uhr | Sebastian Schenzinger

Die Produktionskosten für GPUs und Videospeicher sollen um acht bis zwölf Prozent gesunken sein. Das dürfte bald für günstigere Grafikkarten sorgen.

Wie Wccftech berichtet, hat Nvidia wohl still, leise und heimlich seine Preise gegenüber den Board-Partner um acht bis zwölf Prozent gesenkt. Diese sollen die Preissenkung an die Systemintegratoren und Händler weitergeben, was zur Folge hätte, dass die Preise von GPUs weiter fallen könnten. Das steht ganz im Gegensatz zur Meldung vom Januar (zum Artikel)  als Nvidia offiziell die Preise für die hauseigenen Founders Edition GPUs um fünf bis sechs Prozent erhöht hatte.

Bis wir die Preissenkung zu spüren bekommen, dürfte zwar noch etwas Zeit vergehen, schließlich müssen die Grafikkarten erst noch produziert werden und es in die Regale der Händler schaffen, aber das sind gerade für Gamer sehr erfreuliche Nachrichten. 

Nvidia senkt Preise um bis zu 12 Prozent

Seit dem Release der ersten RTX-3000- und RX-6000-GPUs wurde der Grafikkartenmarkt aufgrund einer Mischung aus Chipknappheit, Logistikproblemen und boomender Nachfrage durch Kryptowährungs-Miner von Engpässen und hohen Preisen heimgesucht. Das hatte zur Folge, dass die Händlerpreise für Grafikkarten oftmals das doppelte bis zum dreifachen der offiziellen UVP betrugen. In den letzten Wochen sind die Preise jedoch stark gefallen, was mit dem größeren Angebot und dem gefallenem Ethereum-Kurs zusammenhängen dürfte.

In einem separaten Artikel  haben wir darüber berichtet, dass Nvidia GPUs in den letzten Wochen um satte 18 Prozent günstiger geworden sind und so wie es aussieht, dürften die Preise sogar noch weiter fallen.

Grafikkarten-Vergleich 2022: GeForce RTX und Radeon RX GPUs im Test - mit Rangliste

Wccftech hat nämlich davon Wind bekommen, dass Nvidia gegenüber den Board-Partnern wie ASUS, Gigabyte oder MSI verlauten lassen hat, dass sich die Kosten für die Produktion von Grafik- und Speicher-Chips um acht bis zwölf Prozent reduziert haben. Diese Kosteneinsparungen will der Hersteller laut der Quelle an die AICs weitergeben, welche wiederum die fertigen Grafikkarten günstiger an die Systemintegratoren und Händler abgeben sollen. Sofern die Händler mitziehen, sollte sich diese Preissenkung in Kürze auf die Marktpreise auswirken.

Wccftech nennt noch weitere Gründe, warum die GPU-Preise in den kommenden Wochen fallen dürften:

  • Erstens hat sich die Ausbeute des 8-nm-Fertigungsprozesses von Samsung erhöht und zweitens soll Nvidia gemäß den Gerüchten für die RTX 4000 GPUs (zum Artikel) zum 5-nm-Verfahren des Auftragsfertigers TSMC wechseln. Das würde bedeuten, dass sich die beiden Generationen bei der Produktion gegenseitig nicht kannibalisieren werden.

  • Mit Arc Alchemist betritt Intel am 30. März als dritter Player den Grafikkartenmarkt - wir berichteten . Auch wenn zunächst nur die Laptop-GPUs releast werden und die Desktop-Grafikkarten erst im zweiten Quartal nachfolgen sollen, dürfte sich ein dritter Anbieter doch positiv auf das Angebot und den Preis auswirken.

  • Ursprünglich sollte das Mining-Verfahren von Ethereum Ende letzten Jahres von dem "Proof of Work" Konzept auf "Proof of Stake" umgestellt werden (zum Artikel) . Das rechenintensive Suchen von passenden Hashes entfällt dann. Stattdessen muss zur Validierung eine Mindestmenge Ether hinterlegt werden. Neben Coins für die Bestätigung von wahrheitsgemäßen Blöcken, führen falsch eingespielte Ergebnisse dazu, dass der hinterlegte Ether-Anteil reduziert wird. Dieses Update wurde jedoch auf das zweite Quartal 2022 verschoben, weshalb die Nachfrage von Minern dann noch einmal deutlich sinken dürfte.

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