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Geruchssinn

27.06.2013 | 16:47 Uhr |

Geruchssinn

„Anders als die Primärfarben beim Sehen wurden noch keine primären Gerüche entdeckt, obwohl eine chemische Theorie dafür schon vor langer Zeit vorgeschlagen wurde“, resümiert Takamichi Nakamoto vom Tokyo Institute of Technology (Titech).

Dort arbeiten Wissenschaftler seit Jahren an Geruchsrecordern, die Düfte registrieren und möglichst authentisch reproduzieren. Technische Versuche, die Vielfalt aus einer handhabbaren Anzahl von Basisgerüchen zu erzeugen, waren bislang wenig erfolgreich.

Milliarden Duftkombinationen sollte etwa die DigiScent-Technik hervorbringen, die 1999 den PC als Geruchsmixer ins Gespräch brachte, aber wenige Jahre später samt ihres anrüchigen Produktnamens iSmell („ich rieche“) von der Bildfläche verschwand.

Im Jahr 2004 stieg der englische Internet-Anbieter Telewest mit der Ankündigung in den Ring, das erste „Aroma-Netzwerk“ Englands in seinem Forschungslabor aufgebaut zu haben. Mit Hilfe von lediglich 20 Aromen sollten sich bis zu 2000 Düfte mischen und als Duftmails versenden lassen. „Wir haben ein Experiment mit amerikanischer Technologie gemacht, die wir nicht mehr verwenden“, rudert Firmensprecher Tom Rutherford inzwischen zurück.

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