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Geniales Video: Feuer machen mit einer Zitrone

15.03.2016 | 13:46 Uhr |

Mit einer Zitrone und dem richtigen Zubehör macht man in wenigen Sekunden ein Lagerfeuer. Ein Youtube-Video zeigt das geniale Experiment.

Überleben in der Wildnis. Zwischen Eis, Schnee und Geröll. Bei klirrender Kälte. Das klappt nur, wenn man ein Feuer machen kann. Doch was tun, wenn das Feuerzeug leer und die Streichholzschachtel gerade in den Abgrund gefallen ist? Aber man hat zufälligerweise eine Zitrone, jeweils eine Handvoll Kupfer- und Zinknägel, Draht, Stahlwolle und brennbares Material, das als Zunder dienen kann, zur Hand. Und jetzt? Na klar: Mit der Zitrone Feuer machen!

Noch brennt es nicht lichterloh.
Vergrößern Noch brennt es nicht lichterloh.
© NorthSurvival

Zugegeben: Besonders wahrscheinlich ist es wohl nicht, dass man auf eine Wanderung durch eine verlassene Gegend alle diese Utensilien mitnimmt. Die Zitrone geht ja noch – vielleicht hat man sie als Vitamin-C-Spender im Rucksack dabei. Aber die unterschiedlichen Nägel? Und die Stahlwolle? Und den Draht? Hat man das alles auf Wanderschaft wirklich im Gepäck?

Egal wie abwegig die Annahme ist, dass man solches Zubehör tatsächlich mit sich herumschleppt, wenn man im Gebirge ein wärmendes Feuer machen will – das Experiment im Video ist genial. Das zugrundeliegende naturwissenschaftliche Prinzip ist natürlich nicht neu, vermutlich hat fast jeder schon mal in einem Schulbuch, einem Kinder-Atlas oder in der Sendung mit der Maus das Experiment mit der Zitrone als Batterie-Ersatz gesehen. Denn nichts anderes ist eine Zitrone, in die man Kupfernägel und Zinknägel steckt und diese mit Drähten verbindet: eine Batterie, bei der die Elektronen vom Minuspol, den Zinknägeln, zum Pluspol, den Kupfernägeln, fließen und der Zitronensaft als Elektrolyt dient. Es fließt also Strom. Ganz wenig nur, aber es funktioniert.

Was ist nun der Gag an diesem Video? Nun, normalerweise wird so eine Zitronen-Batterie dafür benutzt, um eine LCD-Uhr oder ein anderes Gerät, das mit wenig Strom und niedriger Spannung auskommt, zu betreiben. Das sieht in der Regel nicht besonders spektakulär aus. Ganz anders dagegen in diesem Video , in dem mit Hilfe von Stahlwolle ein Kurzschluss erzeugt und damit leicht brennbares Material zum Brennen gebracht wird:

Laut dem Video entsteht angesichts der großen Menge an Nägeln eine Spannung von um die 5 Volt.

Ob diese Art des Feuermachens wirklich die Rettung in der Not ist, sei einmal dahingestellt. Wie ein Youtube-Nutzer richtig anmerkt: Wäre es nicht einfacher und billiger, eine Schachtel Streichhölzer mitzunehmen? Und die Zitrone stattdessen für das Bier zu verwenden? Das hat offensichtlich ein Freund des Corona-Biers geschrieben…

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