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Geldsparen durch Tarifwechsel: Wann lohnt der Umstieg?

17.05.2021 | 08:01 Uhr |

2021 ist bei allen drei Anbietern Schluss mit den in die Jahre gekommenen 3G-Netzen. LTE und 5G sind die neuen Standards. Es ist also ein guter Zeitpunkt, den eigenen Vertrag und die darin enthaltenen Leistungen zu überprüfen.

Die drei großen Anbieter Telekom, Vodafone und O2 wollen bis Ende 2021 ihre 3G-Netze abschalten. Als Ausgleich dafür haben sie – wie auch die meisten Reseller – in den letzten Monaten die Nutzung des LTE-Netzes für bestehende Verträge kostenlos hinzugefügt. Zusätzliche Leistungen wie ein erhöhtes Datenvolumen oder eine Flatrate in alle Netze bekommen Sie allerdings nicht automatisch. Viele Kunden nutzen also weiterhin einen Vertrag, den sie vor Urzeiten abgeschlossen haben und der viel weniger Leistungen als ein neuer Tarif enthält.

Aus diesem Grund sollten Sie unbedingt einen Blick in Ihren aktuellen Mobilfunkvertrag werfen. Auf was Sie dabei achten sollten und wie Sie am schnellsten zu einem eventuell besseren Tarif gelangen, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.

Altvertrag: Informieren Sie sich auf der Anbieter-Webseite

In den Angeboten der Telekom und von Vodafone gibt es verschiedene Tarife, bei denen das Streaming von Musik oder Video im Mobilfunknetz nicht zum verbrauchten Datenvolumen hinzugezählt wird.
Vergrößern In den Angeboten der Telekom und von Vodafone gibt es verschiedene Tarife, bei denen das Streaming von Musik oder Video im Mobilfunknetz nicht zum verbrauchten Datenvolumen hinzugezählt wird.

Seit Ende 2016 gilt die Transparenzverordnung für den Telekommunikationsbereich der Bundesnetzagentur . Für Sie als Nutzer bringt diese Verordnung mehrere Vorteile: Denn Sie erfahren genau, welche Bestandteile Ihr Mobilfunkvertrag beinhaltet und wie lange er noch läuft. Die Vertragslaufdaten samt Kündigungstermin sind bereits seit Längerem auf Ihrer Mobilfunkrechnung zu finden.

Ein wenig schwieriger ist es, sich ein umfassendes Bild über die Vertragsleistung älterer Verträge zu verschaffen. Hierfür bieten Ihnen inzwischen nahezu alle Anbieter auf ihrer Webseite einen ausführlichen Überblick in Ihrem persönlichen Portal. Sollten Sie bis jetzt keine Zugangsdaten haben, benutzen Sie einfach den Registrierungs-Link. Einmal eingeloggt, sehen Sie in der Regel nicht nur Ihren aktuellen Verbrauch, sondern auch Ihren Tarif sowie die darin enthaltenen Leistungen – die Ausgangslage für Ihre Recherche. Zusätzlich dazu finden Sie auf den Websites der meisten Anbieter ein Vertragsarchiv, in dem Sie die alten Verträge, die Leistungen sowie die Preise sehen.

Verschiedene Tarifformen: Prepaid- oder Laufzeitvertrag

Auf der monatlichen Rechnung Ihres Mobilfunkanbieters sehen Sie, wie lange Ihr Vertrag noch läuft und bis wann Sie spätestens kündigen müssen. Diese Infos sind wichtig, falls Sie den Tarif wechseln möchten.
Vergrößern Auf der monatlichen Rechnung Ihres Mobilfunkanbieters sehen Sie, wie lange Ihr Vertrag noch läuft und bis wann Sie spätestens kündigen müssen. Diese Infos sind wichtig, falls Sie den Tarif wechseln möchten.

Im deutschen Mobilfunkmarkt gibt es zwei verschiedene Arten von Mobilfunkverträgen: eine sogenannte Prepaid-Variante, bei der Sie nach dem Kauf der Mobilfunkkarte Ihr Konto aufladen. Von dort werden eine eventuelle Monatsgebühr wie auch die aktuellen Verbräuche abgezogen, bis das Guthaben aufgebraucht ist. Dieses können Sie anschließend manuell oder über einen automatischen Prozess wieder aufladen.

Demgegenüber stehen die Laufzeitverträge, die es in Deutschland aktuell vor allem mit zwei Laufzeiten gibt: mit einem Monat oder 24 Monaten. Diese unterscheiden sich meist nicht von den monatlichen Preisen, jedoch werden bei der Monatsvariante in der Regel höhere Einrichtungskosten fällig. 

Im Serviceportal Ihres Mobilfunkanbieters erfahren Sie mehr über die Bestandteile Ihres aktuellen Vertrags und wie viel Sie davon wirklich nutzen. Studieren Sie diese Infos gut, bevor Sie einen Wechsel vornehmen.
Vergrößern Im Serviceportal Ihres Mobilfunkanbieters erfahren Sie mehr über die Bestandteile Ihres aktuellen Vertrags und wie viel Sie davon wirklich nutzen. Studieren Sie diese Infos gut, bevor Sie einen Wechsel vornehmen.

Neu hinzugekommen sind insbesondere im Jahr 2020 sogenannte Prepaid-Jahrespakete. Diese beinhalten in der Regel eine Flatrate für Telefonate und abhängig vom Paket zwischen 12 und 100 GB an Datenvolumen pro Jahr. Sie werden sowohl von der Telekom und O2 direkt als auch von verschiedenen Resellern wie beispielsweise Tchibo, Aldi oder Edeka angeboten.

Lesetipp: Die beste Handy-Kamera 2020 - Der große Vergleich

Vergleichsportale: Erster Eindruck mit eigenen Anforderungen

Die meisten aktuellen Mobilfunkverträge sind in Bezug auf ihre Leistungen ähnlich strukturiert. Bevor Sie sich auf die Suche nach einem passenden Vertrag machen, sollten Sie deswegen – entweder anhand Ihres bisherigen Nutzungsverhaltens oder auf Basis zukünftiger Anforderungen – die folgenden Fragen beantworten:

  • Wie viel Datenvolumen verbrauche ich aktuell pro Monat? 

  • Benötige ich eine Telefon-Flatrate in alle deutschen Netze inklusive des deutschen Festnetzes? 

  • Möchten Sie einen Laufzeitvertrag oder lieber eine Prepaid-Variante? 

  • Falls Laufzeitvertrag, wie lang sollte die Mindestlaufzeit sein? 

Haben Sie Ihre Anforderungen beisammen, sollten Sie als Nächstes einen Blick in ein Vergleichsportal werfen. Diese haben die meisten aktuellen Tarife der Mobilfunkanbieter und Reseller gelistet. Damit sind Sie in der Lage, sich schnell und unverbindlich einen ersten Überblick zu verschaffen. Alternativ hierzu bieten auch Anbieter wie Mediamarkt und Saturn, aber auch Onlinehändler wie zum Beispiel Preisboerse24, Sparhandy, Logitel oder Modeo immer wieder preislich interessante Angebote.

Am weitesten verbreitet in Deutschland sind aktuell Verivox  und Check24 . Diese Vergleichsportale verdienen ihr Geld durch die Provision, die sie bei einem Vertragsabschluss vom jeweiligen Mobilfunkanbieter erhalten. Teilweise gibt der Portalanbieter einen Teil seiner Provision an Sie weiter. Daher lohnt sich auch ein direkter Vergleich der Angebote beider Portale.

Gerade im Bereich der Mobilfunk-Discounter wie Simplytel (Bild) haben Sie die Auswahl zwischen Laufzeitverträgen von einem oder 24 Monaten. Bei der ersten Variante sind die Einrichtungskosten deutlich höher.
Vergrößern Gerade im Bereich der Mobilfunk-Discounter wie Simplytel (Bild) haben Sie die Auswahl zwischen Laufzeitverträgen von einem oder 24 Monaten. Bei der ersten Variante sind die Einrichtungskosten deutlich höher.

Der erste Auswahlschritt ist die Unterscheidung zwischen einem Vertrag mit oder ohne subventioniertem Smartphone. Auf dieses Thema gehen wir im Kasten „Vertrag mit Smartphone kann Geld sparen“ auf der übernächsten Seite näher ein. In der Folge betrachten wir den Fall „Nur SIM-Karte“. Das nächste Kriterium ist das benötigte Datenvolumen. Den Standardwert setzen beide Portale auf 2 GB, die Bandbreite geht hierbei allerdings von „egal“ bis „unbegrenzt“. Nehmen Sie an dieser Stelle am besten als Orientierungspunkt Ihren aktuellen Verbrauch. Haben Sie bis heute kein mobiles Datenvolumen und benutzen Sie E-Mail und Messenger-Dienste wie Whatsapp oder Facebook nur sporadisch, reicht 1 GB in den meisten Fällen aus.

Verfahren Sie auf die gleiche Weise bei den enthaltenen Telefonminuten: Hier geht die Auswahl von 0 Minuten bis hin zur Flatrate. Das letzte Kriterium, das beide Anbieter für die Vorauswahl benötigen, ist die Vertragsdauer. Bei einer langen Vertragslaufzeit winkt meist ein etwas günstigerer Gesamtpreis, bei den teureren Verträgen ein stärker vergünstigtes Smartphone. Eine Vertragsdauer von nur einem Monat bietet die Flexibilität, nach einem Jahr den Anbieter oder auch nur den Vertrag zu wechseln, falls es Alternativen mit besseren Konditionen oder einem besseren Empfang gibt.

Mediamarkt und Saturn bieten immer wieder sehr gute Mobilfunkangebote, vor allem in Kombination mit einem Smartphone. Hier lohnt es sich, immer wieder die Angebote zu durchforsten.
Vergrößern Mediamarkt und Saturn bieten immer wieder sehr gute Mobilfunkangebote, vor allem in Kombination mit einem Smartphone. Hier lohnt es sich, immer wieder die Angebote zu durchforsten.

Mit diesen Angaben liefern Ihnen die Vergleichsportale einen Anhaltspunkt, welche Angebote es am Markt gibt und mit welchen Preisen Sie ungefähr rechnen müssen. Alternativ hierzu lohnt sich ebenfalls ein Blick in eines der immer beliebteren Schnäppchenportale wie Mydealz.de oder Mein-Deal.com. In diesen finden Sie Rubriken zu Mobilfunkverträgen und Smartphones mit Verträgen sowie tagesaktuelle Angebote in allen Preiskategorien.

Alt gegen neu: Beurteilung der ersten Ergebnisse

Händler wie Logitel (Bild), Sparhandy oder Modeo bieten immer wieder sehr interessante Kombi-Angebote aus Smartphone, Vertrag und optionalen Zusatzartikeln an.
Vergrößern Händler wie Logitel (Bild), Sparhandy oder Modeo bieten immer wieder sehr interessante Kombi-Angebote aus Smartphone, Vertrag und optionalen Zusatzartikeln an.

Um den Unterschied zwischen einem älteren und einem aktuellen Tarif herauszufinden, haben wir einen alten O2-Vertrag mit dem Namen „Blue All-in S“ als Basis genommen. Er wurde im Jahr 2013 angeboten, kostete damals 19,99 Euro pro Monat und enthielt 50 MB Datenvolumen bis 3,6 MBit/s, eine Flatrate in alle deutschen Netze und eine SMS-Flatrate.

Im Vergleichsportal geben wir dann passend dazu eine Telefon- und SMS-Flatrate, 1 GB Datenvolumen sowie eine Laufzeit von einem Monat an, damit Sie flexibel bleiben. Die Empfehlungen der beiden Portale unterscheiden sich ein wenig, bei Check24 sind besonders bei Verträgen mit nur einem Monat Laufzeit weniger Treffer als bei Verivox zu finden.

Für die eingegebenen Kriterien wird bei Verivox als günstigste Variante ein Tarif für rund fünf Euro im Monat angeboten. Dieser enthält 2 GB an Datenvolumen sowie eine Flatrate für Telefon und SMS. Der Netzbetreiber ist O2, der Anbieter ein Reseller. Damit sparen Sie gegenüber Ihrem alten Vertrag über 15 Euro pro Monat beziehungsweise über 75 Prozent! 

Der optimale Tarif: Netzabdeckung, Tempo und mehr

Bei unserer Suche auf Verivox haben wir einen Tarif entdeckt, der deutlich mehr Leistung als ein acht Jahre alter Vertrag bietet und nur rund ein Viertel an monatlichen Kosten verursacht.
Vergrößern Bei unserer Suche auf Verivox haben wir einen Tarif entdeckt, der deutlich mehr Leistung als ein acht Jahre alter Vertrag bietet und nur rund ein Viertel an monatlichen Kosten verursacht.

Ein zusätzliches wichtiges Auswahlkriterium ist der Netzanbieter. Seit dem Zusammenschluss von O2 und E-Plus gibt es in Deutschland nur noch drei Netze: Telekom , Vodafone  und O2 . Mit dem Start des 5G-Netzes wird mit 1&1 Drillisch  dann wieder ein vierter Anbieter mit dazukommen. Dieser ist jedoch gerade erst dabei, ein eigenes Netz aufzubauen, und wird in den kommenden Jahren wie bisher das Mobilfunknetz von O2 mit nutzen.

Falls Sie sich nicht sicher sind, wie gut die Abdeckung des jeweiligen Anbieters an Ihren täglichen Aufenthaltsorten ist, hilft die Webseite der Anbieter als erster Anlaufpunkt. Hinzukommen allerdings noch die lokalen Gegebenheiten: Gerade Häuser mit größeren Glasfronten, aber auch starke Betonwände können die Übertragung von mobilen Daten und den Empfang von Telefongesprächen spürbar beeinflussen. Falls Sie keinen Favoriten haben, gehen Sie am besten mit allen dreien ins Rennen.

Ein weiteres wichtiges Detail ist die Möglichkeit, die Rufnummer mitzunehmen. Das ist nicht bei allen Angeboten gegeben, etwa zum Teil bei kostengünstigen Tarifen von Resellern. Wenn Sie Ihre bisherige Rufnummer behalten möchten, aktivieren Sie diesen zusätzlichen Filter.

Zukunftssicheres 5G: Ausbau und Voraussetzungen

Die drei Anbieter Telekom, Vodafone und O2 bieten auf ihren Webseiten zur Netzabdeckung auch einen Überblick, wie es um das 5G-Netz bestellt ist. Die Telekom hatte im Frühling 2021 mit einer Abdeckung von zwei Dritteln der Bevölkerung die Nase vorne.
Vergrößern Die drei Anbieter Telekom, Vodafone und O2 bieten auf ihren Webseiten zur Netzabdeckung auch einen Überblick, wie es um das 5G-Netz bestellt ist. Die Telekom hatte im Frühling 2021 mit einer Abdeckung von zwei Dritteln der Bevölkerung die Nase vorne.

Aktuell ist auch ein Blick auf die angebotene Technologie und den Ausbaustand der Netze hinsichtlich 5G ein weiteres wichtiges Kriterium, das Sie besonders bei einem Vertrag mit 24 Monaten Laufzeit berücksichtigen sollten. Die drei etablierten Netzanbieter haben bereits 2020 damit begonnen, die eigenen Mobilfunknetze auf die neue 5GTechnologie umzurüsten. Dazu werden bestehende Stationen umgerüstet, teilweise kommen zudem neue Mobilfunkstationen hinzu. Die Telekom meldete im Januar 2021, mit dem aktuellen Ausbaustatus des 5G-Netzes bereits zwei Drittel der Bevölkerung zu erreichen, bis Ende 2021 sind demzufolge 80 Prozent geplant. Mit dem Aufbau des 5GNetzes wird auch das LTE-Netz weiter optimiert. Hier liegt die aktuelle Abdeckung bei 98,6 Prozent der Bevölkerung. Einen aktuellen Stand des Ausbaus für einen beliebigen Standort ermitteln Sie über die Netzausbauseite  selbst.

Vodafone ist mit seinem Ausbau noch nicht ganz so weit. In einer Meldung von Anfang April 2021 gab das Düsseldorfer Unternehmen bekannt, dass aktuell bereits rund 20 Millionen Menschen das hauseigene Mobilfunknetz nutzen können. Bis Ende des Jahres 2021 sollen es rund 30 Millionen sein, was knapp 40 Prozent der Bevölkerung in Deutschland entspräche. Und auch bei Vodafone können Sie sich über die Netzausbaukarte  selbst einen Überblick über die 5G-Verfügbarkeit an bestimmten Standorten verschaffen.

O2 hat als dritter Vertreter mit eigenem Mobilfunknetz in Deutschland die Umrüstung seines Netzes begonnen. Ziel ist es nach eigenen Angaben, bis Ende 2021 große Teile von Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt mit 5G zu versorgen. Es steht Ihnen auch hier eine Karte mit der Netzabdeckung  zur eigenen Analyse zur Verfügung.

Da 1&1 Drillisch bislang noch kein eigenes Mobilfunknetz besitzt, hat die Bundesnetzagentur dem Unternehmen mehr Zeit eingeräumt, seine Netze aufzubauen.

Alle vier Anbieter haben aber schon Mobilfunktarife im Angebot, mit denen Sie das 5G-Mobilfunknetz nutzen dürfen. Wir haben diese unten in einer Tabelle für Sie aufbereitet. Auch in den Prepaid-Tarifen, welche die drei Anbieter vertreiben, besteht gegen einen Aufpreis von rund drei Euro pro Monat die Möglichkeit, sich in das 5G-Netz einzuwählen.

Neben dem passenden Vertrag brauchen Sie aber auch noch ein Smartphone mit integriertem 5G-Modem. Diese sind inzwischen in allen Preiskategorien und von allen wichtigen Herstellern zu bekommen. Sogar erste Geräte für rund 200 Euro wie das Xiaomi Redmi Note 9T 5G oder das Huawei P40 Lite 5G sind bereits 5G-fähig.

5G-Smartphones: Diese Handys sind die schnellsten auf dem Markt

Übersicht: Aktuelle Mobilgeräte
Vergrößern Übersicht: Aktuelle Mobilgeräte

Vertragswechsel: So geht er am besten vonstatten

Die Rufnummernmitnahme aus einem Prepaid-Vertrag kann entweder sofort oder zum Vertragsende erfolgen. Dazu müssen Sie als Erstes Ihren abgebenden Anbieter informieren, dieser gibt die Rufnummer zur Portierung dann frei.
Vergrößern Die Rufnummernmitnahme aus einem Prepaid-Vertrag kann entweder sofort oder zum Vertragsende erfolgen. Dazu müssen Sie als Erstes Ihren abgebenden Anbieter informieren, dieser gibt die Rufnummer zur Portierung dann frei.

Nachdem Sie sich für einen Anbieter und einen Tarif entschieden haben, können Sie den Vertrag entweder über das Vergleichsportal oder direkt über die Webseite des Anbieters abschließen. Dies führt jedoch teilweise zu unterschiedlichen Preisen, da das Portal, wie schon erwähnt, Ihnen eventuell noch einen Teil der Provision überlässt. Parallel dazu sollten Sie den Vertrag bei Ihrem bisherigen Anbieter kündigen. Achten Sie hierbei auf die Kündigungsfristen, damit der Vertrag nicht automatisch verlängert wird!

Möchten Sie Ihre Rufnummer portieren, hängt der Prozess davon ab, ob Sie aktuell einen Laufzeitvertrag oder einen Prepaid-Vertrag haben. Bei einem Laufzeitvertrag kümmert sich Ihr neuer Anbieter um alles, Sie müssen lediglich bei der Vertragsunterzeichnung die Rufnummernportierung beauftragen. Achten Sie in diesem Fall unbedingt darauf, dass alle Angaben mit dem alten Vertrag übereinstimmen: Name des Vertragsinhabers, Adresse, Geburtsdatum und natürlich auch die Rufnummer. Da die Rufnummernübernahme mittlerweile ein automatisierter Prozess ist, funktioniert dieser nur, wenn alle Angaben übereinstimmen. Planen Sie deswegen für einen Wechsel ausreichend Zeit ein, denn der Antrag auf Rufnummernmitnahme sollte spätestens am letzten Tag der Vertragslaufzeit beim alten Anbieter eingehen. Sonst könnte der Anbieter die Portierung verweigern, was jedoch nur selten wirklich passiert.

Falls Sie einen Prepaid-Vertrag besitzen und die alte Rufnummer mitnehmen möchten, müssen Sie Ihrem alten Anbieter eine Verzichtserklärung oder „Einwilligung zur Rufnummernübernahme“ schicken. Ihr aktueller Anbieter stellt Ihnen dazu ein spezielles Formular zur Verfügung, teilweise ist auch noch ein Gespräch mit der Hotline erforderlich. Anschließend ist die Rufnummer frei zur Portierung und kann von Ihrem neuen Anbieter übernommen werden.

Bei aktuellen Smartphones wie dem iPhone 12 lohnt sich teilweise die Kombination aus Smartphone und Tarif. Dennoch sollten Sie immer den Preis des Smartphones separat recherchieren.
Vergrößern Bei aktuellen Smartphones wie dem iPhone 12 lohnt sich teilweise die Kombination aus Smartphone und Tarif. Dennoch sollten Sie immer den Preis des Smartphones separat recherchieren.

Besitzen Sie einen Laufzeitvertrag und wollen Sie noch vor dem Ende der Vertragslaufzeit Ihre Rufnummer portieren, ist das auch möglich. In diesem Fall läuft Ihr bisheriger Vertrag weiter, und Sie erhalten für diesen eine neue Rufnummer und meist auch eine neue SIM-Karte. Ihre bisherige Rufnummer wird zu einem definierten Stichtag auf den neuen Vertrag übernommen.

Übrigens: Auch ein Anruf bei der Support-Hotline kann Ihnen einen besseren Tarif verschaffen. Oftmals haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, bei Laufzeitverträgen für 24 Monate deutliche Rabatte einzuräumen. In der Regel ist das kostengünstiger, als einen Kunden neu zu gewinnen. Aus Erfahrungen sind hier Einsparungen von über 50 Prozent möglich. Der Vertrag verlängert sich danach automatisch um 24 Monate, es ist jedoch in der Regel auch kein Wechsel der SIM-Karte möglich.

Fazit

Durch die ersten 5G-Angebote ist in den Mobilfunkmarkt wieder etwas Bewegung gekommen. Allerdings sind die neuen Optionen noch nicht bei den Resellern verfügbar. Die Preise haben ein stabiles Niveau erreicht, hier hat sich zuletzt nur noch wenig getan. Dafür wachsen die enthaltenen Leistungen, besonders bei Sprach-Flatrates und dem enthaltenen Datenvolumen.

Wie Sie an unserem Beispiel gesehen haben, sind trotz allem im Vergleich zu Altverträgen Einsparungen von bis zu 75 Prozent möglich. Ein regelmäßiger Blick auf den Vertrag lohnt sich also, um mehr Leistung oder einen geringeren Preis zu erzielen.

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