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Geforce Now verliert auch Bethesda-Spiele

24.02.2020 | 09:29 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Nvidia muss eine weitere Schlappe bei Geforce Now verkraften: Alle Spiele von Bethesda - bis auf eines - wurden entfernt.

Freud und Leid liegen oft nah beieinander: Auf der einen Seite meldet Nvidia, dass über 1 Million Nutzer den kürzlich gestarteten Game-Streaming-Dienst Geforce Now bereits nutzen. Auf der anderen Seite muss Nvidia bis auf eine Ausnahme alle Spiele des Publishers Bethesda Software entfernen. Bereits kurz nach dem öffentlichen Start von Geforce Now musste bereits die Unterstützung von Spielen von Activision Blizzard eingestellt werden.

GeForce Now ist nach einer langen Beta-Phase jetzt offiziell gestartet. Das Besondere: Den Cloud-Game-Streamingdienst von Nvidia gibt es auch in einer kostenlosen Variante. GeForce Now berechnet die Spiele-Grafik komplett in der Cloud, also in Hochleistungs-Rechenzentren von NVIDIA, und überträgt den Bildschirminhalt auf nahezu jedes beliebige Gerät, auch auf Smartphones oder altersschwache PCs. Neben der Gratis-Variante von GeForce Now gibt es auch eine Founders Edition für 5,49 Euro im Monat. Welche Vorteile sie bietet und warum Geforce Now jetzt schon besser als Google Stadia ist, zeigen wir Euch in diesem Video.

► Alle Infos zum Nachlesen:
www.pcwelt.de/2484553

In einer Mitteilung von Nvidia im Geforce-Now-Forum heißt es, dass alle Spiele von Bethesda Softworks vom Dienst Geforce Now entfernt wurden. Nur das Spiel Wolfenstein Youngblood ist weiterhin verfügbar, allerdings nur für Mitglieder von Geforce Now Founders, die das Spiel mit RTX-On-Funktion weiterhin spielen können. Wer dagegen Geforce Now mit einem Gratis-Konto nutzt, darf auch dieses Spiel des Publishers Bethesda Softworks nicht mehr spielen.

Geforce Now vs. Google Stadia: Nvidia hat klar die Nase vorne

Genauere Angaben macht Nvidia nicht und liefert auch keine Erklärung dafür, warum zumindest das Spiel Wolfenstein Youngblood mit der Einschränkung bei Geforce Now bleiben darf. Viele Geforce-Now-Nutzer äußern im Geforce-Now-Forum ihren Unmut über die Entwicklung. Zumal die Titel von Bethesda Softworks und auch Activision Blizzard während der langen Beta-Phase von Geforce Now verfügbar waren.

Ein Grund könnte das eher Gamer-freundliche Konzept von Geforce Now sein: Die Spieler dürfen ihre Spiele auf Steam kaufen und dann direkt in Geforce Now spielen, solange es in der etwa 1500+ Titel großen Geforce-Now-Bibliothek enthalten ist. Wer die Spiele mit RTX-Unterstützung spielen möchte, zahlt für die Nutzung von Geforce Now im Monat 5,49 Euro. Google geht bei Stadia einen anderen Weg: Hier müssen die Spiele extra gekauft werden, ehe sie über Stadia gespielt werden können. Werden Spiele bei Stadia gekauft, dann verdient der Publisher mit. Da lohnt es sich also für den Publisher, wenn ein Stadia-Nutzer ein Spiel zum zweiten Mal kaufen muss, um es auch bei Stadia über die Cloud spielen zu können. Bei Geforce Now besteht dagegen kein Anreiz für die Nutzer, das gleiche Spiel erneut kaufen zu müssen.

Immerhin hat sich Nvidia die Rechte gesichert, den wohl größten Spieletitel des Jahres 2020 direkt über Geforce Now anbieten zu können: Cyberpunk 2077 von CD Projekt Red wird von Tag 1 an auch über Geforce Now spielbar sein. Das mit Spannung erwartete Rollenspiel sollte ursprünglich im April erscheinen und soll nach d en derzeitigen Plänen am 17. September 2020 für PC, Playstation 4 und Xbox One auf den Markt kommen.

Mehr Informationen zu Geforce Now finden Sie hier bei Nvidia.

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