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Gebrauchtmarkt: Krypto-Verfall macht Grafikkarten günstiger

04.07.2022 | 14:40 Uhr | Michael Söldner

Gebrauchte Grafikkarten sind durch den Einbruch bei den Kryptowährungen deutlich günstiger geworden.

Lange Zeit waren Grafikkarten, egal ob neu oder gebraucht, nahezu unerschwinglich. Verantwortlich dafür war der Boom von Kryptowährungen. Mit dem aktuell stattfindenden Einbruch bei Bitcoin, Ethereum und Co. wird der Gebrauchtmarkt nun mit Grafikkarten regelrecht überschwemmt. Dies führt zu sinkenden Preisen, die gebeutelte Spieler nun ausnutzen können.

Halbe Preise für Grafikkarten

TomsHardware berichtet, dass speziell die Grafikkarten von Nvidia in den letzten Monaten um bis zu 50 Prozent günstiger geworden sind. Schätzungen zufolge haben die Krypto-Miner in den vergangenen Jahren mehr als ein Drittel aller Consumer-Grafikkarten aufgekauft. Da das Mining sich nun nicht mehr lohnt, landen viele GPUs nun auf Ebay und anderen Auktionsplattformen. Dies führt dazu, dass die Grafikkarten nur noch den halben Preis erzielen wie noch vor einigen Monaten. Für die kommenden Monate rechnen Branchenkenner mit einem weiteren Preisverfall bei gebrauchten Grafikkarten.

Vorsicht beim Gebrauchtkauf!

Der Kauf gebrauchter Grafikkarten sei jedoch auch mit Risiken verbunden. Im Vergleich zu Neuware locken zwar niedrigere Preise. Doch die GPUs sind teils durch das jahrelange Mining schon abgenutzt. Als Ergebnis könnten die Grafikkarten nur noch wenige Monate im eigenen Gaming-Rechner ihre Arbeit tun. Wer sich also eine gebrauchte Grafikkarte anschafft, sollte sicherstellen, dass diese nicht bald ihren Dienst quittiert. Ein Reinigen der Lüfter scheint daher ebenso angebracht, wie der Austausch der womöglich schon eingetrockneten Wärmeleitpaste. Wer diese Regeln beherzigt, kann auf dem Gebrauchtmarkt womöglich doch ein echtes Schnäppchen ergattern.

So frischen Sie Ihre alte Grafikkarte auf

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