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Gates hält Verschwörungstheorien gegen ihn für "dumm und seltsam"

05.06.2020 | 14:15 Uhr | René Resch

Bill Gates äußerte sich gegenüber Reportern zu den Verschwörungstheorien gegen ihn und die Bill & Melinda Gates Foundation bezüglich eines Covid-19-Impfstoffes und der vermeintlichen Implantierung von Tracking-Mikrochips.

In einem kürzlich stattgefundenen Gespräch mit Reportern erklärte Bill Gates seine Sicht, zu den aufgekommenen Verschwörungstheorien über ihn und seine Stiftung. Diese hält der Milliardär, wie Business Insider berichtet, für „schwer zu bestreiten“, weil sie so „dumm“ sind.

Hört man auf aktuelle Verschwörungstheorien, steckt Bill Gates hinter einem Komplott, bei dem Impfstoffe verwendet werden sollen, um Tracking-Mikrochips in Menschen zu implantieren. Dazu sagte Gates: „Ich war nie in irgendeine Mikrochip-Sache verwickelt“, und fügte hinzu: „Es ist fast schon schwer, dieses Zeug abzustreiten, weil es so dumm oder seltsam ist.“

Bill Gates, Covid-19, Zwangsimpfung und Mikrochips

Gates warnt seit Jahren vor Pandemien und forderte auch immer wieder Staats- und Regierungschefs weltweit dazu auf, stärkere Schritte und Vorbereitungen zu treffen. Weit verbreitet ist dabei sein TED-Vortrag aus dem Jahre 2015, in dem er vor der möglicherweise erschütternden Zahl an Todesopfern einer weltweiten Pandemie warnte.

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Genau daraus haben ihm Verschwörungstheoretiker versucht einen Strick zu drehen. Unter Berufung auf diesen Vortrag sowie der 300 Millionen US Dollar schweren Verpflichtung der Bill & Melinda Gates Foundation, einen Impfstoff gegen Covid-19 zu entwickeln, wurden Fehlinformationen dazu verbreitet, dass Gates hinter der Entstehung des Virus stecke und nur davon profitieren wolle.

„Unsere Stiftung bekommt Geld, um Impfstoffe zu kaufen“, sagte er. „Deshalb sahen wir das Risiko einer Pandemie und sprachen uns dafür aus“. Auch „ist es gut zu wissen, welche Kinder einen Masernimpfstoff bekommen haben und welche nicht“, und fügte hinzu, dass „es Systeme“ wie Gesundheitsakten gebe, „die den Beschäftigten im Gesundheitswesen dabei helfen, festzustellen, wer geimpft worden ist - aber keinerlei Mikrochips im Spiel sind“.

Gates zeigt sich besorgt zur Stimmung gegen Impfstoff

Bill Gates findet „ein wenig beunruhigend“, dass viele Menschen in den USA an diese und ähnliche Verschwörungstheorien glauben. Dies habe Regierungen und andere Organisationen auf der ganzen Welt jedoch nicht daran gehindert, Bemühungen zur Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffes zu finanzieren. Besorgt zeigt sich Gates allerdings darüber, dass wenn ein Impfstoff gefunden wird, die Stimmung gegen den Impfstoff es schwierig machen könnten, die Herdenimmunität zu erreichen.

„Die Welt muss zusammenarbeiten, um sichere und wirksame Impfstoffe zu entwickeln und sicherzustellen, dass wir die Herstellung ausweiten, damit wir sie denjenigen zukommen lassen können, die sie am meisten brauchen, und nicht unbedingt denen, die am meisten bezahlen können“, fordert Gates.

Seine Stiftung kündigte am Donnerstag eine zusätzliche Zusage von 1,6 Milliarden US-Dollar für die nächsten fünf Jahre an. Diese gehe an die Impfstoffallianz Gavi um Kinder in einkommensschwachen Ländern zu impfen.

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