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Gaming-Studie: PC nur noch auf Platz 3 in Deutschland

16.07.2019 | 12:39 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Immer mehr Deutsche spielen, die PC-Plattform wird aber unbeliebter. Das zeigt eine neue Studie des Verbandes game.

Die Zahl der Gamer in Deutschland hat sich im Jahr 2018 deutlich erhöht. Gleichzeitig sinkt die Zahl der PC-Gamer: PCs sind nur noch die drittbeliebteste Gaming-Plattform. Im Jahr 2016 waren PCs noch die beliebteste Plattform für Spiele. Das geht aus der Studie hervor, die game - Verband der deutschen Games-Branche am Dienstag veröffentlicht hat. Die Studie basiert auf Daten des Marktforschungsunternehmens GfK.

Laut der Studie spielten im Jahr 2018 insgesamt 18,6 Millionen Deutsche auf einem Smartphone, 16,7 Millionen auf einer Spielekonsole, 13,4 Millionen auf einem PC und 10,9 Millionen auf einem Tablet. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Smartphone-Spieler damit um 400.000, die Zahl der Konsolenspieler sogar um 700.000, während die Zahl der PC-Spieler deutlich um fast 4 Millionen sank.

Zuletzt hatte die PC-Plattform im Jahr 2016 mit 17,4 Millionen Spielern die Nase vorne und wurde dann im folgenden Jahr von Smartphones überholt. Mit 10,9 Millionen Spielern wurden auch Tablets im vergangenen Jahr von 600.000 weniger Menschen zum Spielen als im Vorjahr genutzt.

Insgesamt spielen über 34 Millionen Deutsche Computer- und Videospiele. Das Durchschnittsalter beträgt 36,4 Jahre, heißt es in der Studie.

"Ob Jung oder Alt, Frau oder Mann: Das Smartphone hat sich innerhalb weniger Jahre zur beliebtesten Spiele-Plattform der Deutschen entwickelt“, erklärt game-Geschäftsführer Felix Falk und fügt hinzu: "Die hohe Verfügbarkeit, das große Angebot kostenfreier Spiele und die riesige Vielfalt an Titeln haben den Markt für Spiele-Apps stark wachsen lassen und damit den gesamten Games-Markt in den vergangenen Jahren angetrieben.“

Der deutsche Games-Markt ist im Jahr 2018 um 9 Prozent gewachsen und es wurden mit Spielen und Spiele-Hardware 4,4 Milliarden Euro umgesetzt. Das entspricht einer Steigerung von 400 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Dabei überholte der Umsatz mit Spielen auf Smartphones und Tablets alle anderen Plattformen. Mit Spiele-Apps und In-App-Käufen wurden 2018 rund 1,5 Milliarden Euro umgesetzt. Auf Spielekonsolen wurde ein Umsatz von etwa 1,3 Milliarden Euro mit Spielen, In-Game-Käufen, Abonnements und Online-Diensten erreicht. Auf dem PC wurden 659 Millionen Euro erlöst.

"Größter Wachstumstreiber waren Gebühren für Online-Dienste, deren Umsatz sich mit 353 Millionen Euro innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt hat (+97 Prozent). Auch das Marktsegment der In-Game-Käufe, zu dem auch In-App-Käufe gehören, ist um 28 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro gewachsen und trug damit maßgeblich zum Wachstum bei", heißt es in der Studie.

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