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Galaxy Note 7: Akku-Brand durch Gehäuse-Design?

05.12.2016 | 15:19 Uhr |

Der Technik-Blog instrumental meint, das knappe Design des Galaxy Note 7 sei Schuld an den Battierie-Bränden.

In diesem Jahr führten Akku-Brände beim Galaxy Note 7 zu einer gigantischen Rückrufaktion und der Produktionseinstellung des Smartphones. Was genau die Brände bei den einzelnen Galaxy-Note-7-Geräten verursacht hat, darüber schweigt sich Samsung noch immer aus.

Der Technik-Blog instrumental.ai hat sich das Samsung-Smartphone genauer angeschaut und will die Ursache für die Brände im Design des Geräts gefunden haben. Bei einem Teardown des Galaxy Note 7 fiel den IT-Redakteuren auf, wie eng der Akku ins Note-7-Gehäuse gepresst ist.

Die Lithium-Polymer-Batterie des Smartphones besteht aus einer positiven Schicht aus Lithium-Kobalt-Oxid, einer negativen Schicht aus Graphit und zwei mit Elektrolyten getränkten Trennschichten. Diese Trennschichten erlauben den Fluss von Ionen zwischen der positiven und der negativen Seite und verhindern gleichzeitig deren Berührung. Sollten sich die positive und die negative Schicht dennoch berühren, fließt die Energie direkt in die Elektrolyte und heizt diese auf – was im Regelfall zu einer Explosion führt.

Wie Samsung bereits in einem früheren Statement bestätigte, seien die Trennschichten beim Note-7-Akku sehr dünn gewesen. Laut instrumental.ai könnte bei einem derartig engen Design bereits geringer Druck vom täglichen Smartphone-Gebrauch ausreichen, damit sich die positive und die negative Schicht im Akku berühren.

Samsung hat zwar augenscheinlich versucht, den Akku durch eine spezielle Ummantelung vor Druck zu schützen, der Balanceakt zwischen Sicherheit und Kosteneffizienz sei dem Unternehmen laut instrumental.ai jedoch nicht gelungen. Der südkoreanische Konzern hat sich selbst noch nicht zu den Mutmaßungen des IT-Blogs geäußert.

Alternativen zum gefährlichen Samsung Galaxy Note 7

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