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G2A wehrt sich gegen Entwickler-Vorwürfe mit Wette

08.07.2019 | 16:09 Uhr | Denise Bergert

Der Keystore G2A wehrt sich in einem langen offenen Brief gegen die Vorwürfe mehrerer Spiele-Entwickler.

In der vergangenen Woche war der Key-Reseller G2A unter anderem vom Indie-Publisher No More Robots heftig kritisiert worden . Derartige Angebote würden häufig aus dubiosen Quellen stammen und mit gestohlenen Kreditkartendaten erworben. Die daraus resultierende Rückerstattung des Kaufpreises würde Spielentwickler häufig in die Situation bringen, dass sie draufzahlen müssen, anstelle an den Key-Reseller-Gewinnen beteiligt zu werden.

Der Keystore G2A wehrt sich heute in einem langen offenen Brief gegen diese Vorwürfe und holt zum Gegenschlag aus. So will G2A allen Entwicklern, deren Keys aus Kreditkartenbetrug-Aktionen stammen und die dafür Rückerstattungsgebühren zahlen mussten, mit dem Zehnfachen dieses Rückerstattungsbetrags entschädigen. Einzige Voraussetzung: Eine unabhängige Wirtschaftsprüfgesellschaft müsse den finanziellen Schaden für den Entwickler bestätigen.

G2A präsentiert sich in der Stellungnahme außerdem als reiner Marktplatz für Keys. Aus welchen Quellen diese Keys stammen, darauf habe G2A keinen Einfluss. Der Store weist außerdem darauf hin, dass die Schließung von G2A nicht verhindern könne, dass Betrüger im Internet ihr Unwesen treiben. Als weitere Argumentationstaktik versucht der Keystore aufzuzeigen, dass der finanzielle Schaden durch den Key-Weiterverkauf für Studios verschwindend gering sei. G2A weist außerdem darauf hin, dass Entwickler über das Direct-Angebot auch am Verkauf von Keys beteiligt würden.

Den Entwicklern, die G2A in der vergangenen Woche kritisiert hatten, warf der Store vor mit „griffigen Slogans“ nur „mediale Aufmerksamkeit“ erzeugen zu wollen. G2A sei auch weiterhin offen für einen Dialog mit den Entwicklern und Publishern. Mike Rose von No More Robots lässt sich vom G2A-Statement nicht beschwichtigen und wirft dem Unternehmen auf Twitter vor , am Thema vorbei zu argumentieren. So schnell lässt sich der Streit zwischen G2A und der Indie-Entwicklergemeinde anscheinend nicht beilegen.

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