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Fujifilm X-S10 und neues Objektiv

16.10.2020 | 14:58 Uhr | Markus Schelhorn

Ende November kommt die Fujifilm X-S10 und ein neues 10-24mm-Objektiv. Plus: Roadmap für Objektive der X-Serie.

Ab Ende November 2020 soll die spiegellose Systemkamera Fujifilm X-S10 für 973,82 Euro (Nur Kameragehäuse) in die Verkaufsregale kommen. Der Neuzugang der X-Serie soll sich lauf Hersteller leicht bedienen lassen und professionelle Features bieten. Der APS-C große Bildsensor X-Trans CMOS 4 dieser Mittelklasse-Kamera liefert eine effektive Auflösung von 26,1 Megapixel. Die Bildaufbereitung übernimmt der X-Prozessor 4, zudem nutzt die Kamera einen integrierten Bildstabilisator (IBIS). Das 7,6 cm (3 Zoll) große Touchscreen-LCD kann man drehen und schwenken und sich so auch im Selfie-Modus für Foto- und Videoaufnahmen einsetzen.  Zudem bietet die Kamera einen elektronischen Sucher mit drei Boost-Optionen: „Restlicht-Priorität“ für eine gut ablesbare Anzeige im Dunkeln, „Auflösungspriorität“ für die Anzeige feinster Details sowie „Priorität Bildrate“ für ein klares Sucherbild bei der Aufnahme von dynamischen Motiven.

Fujifilm X-S10 mit neuem FUJINON XF10-24mmF4 R OIS WR
Vergrößern Fujifilm X-S10 mit neuem FUJINON XF10-24mmF4 R OIS WR
© Fujifilm

Farblook analoger Filme

Die X-S10 verfügt über 18 Bildstile der analogen Fotografie, darunter „ETERNA Bleach Bypass“ für einen kontrastreichen Look mit entsättigten Farben. Laut Pressemeldung wolle Fujifilm so an sein Erbe aus der analogen Fotografie anknüpfen. Der verbesserte Automatikmodus erkennt die Motivarten selbstständig und optimiert die Kameraeinstellungen entsprechend an. Sogar in Gegenlichtsituationen sollen so ohne fortgeschrittene Kenntnisse ausgewogen belichtete Bildergebnisse zu Stande kommen, verspricht Fujifilm.

Schneller Autofokus und Bildserien

Der Autofokus der X-S10 erkennt Gesichter und Augen. So kann er selbst dynamische Motive verfolgen, laut Fujifilm mit hoher Präzision. Die Fokussierung soll nach bis zu 0,02 Sekunden erfolgen und im Dunkeln bis Lichtwert -7 EV funktionieren, allerdings in Kombination mit dem sehr lichtstarken Objektiv XF50mm F1.0. Ermöglicht wird diese Leistung durch den X‑Trans CMOS 4 Sensor mit 2,16 Millionen Phasen-AF-Pixeln in Zusammenarbeit mit dem X‑Prozessor 4. Bis zu acht Bilder pro Sekunde sind mit mechanischem Verschluss in Serie möglich, mit elektronischem Verschluss bis zu 30 Bilder pro Sekunde (bei Crop-Faktor 1,25).

4K-Videoaufnahme und 10-fache Zeitlupe

Videos lassen sich in 4K-Auflösung bei 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Dabei hat man die Wahl zwischen den Qualitäten 8 Bit und 4:2:0-Farbabtastung, bei dem sich die Videos auf die Speicherkarte schreiben lassen, oder 10 Bit und 4:2:2 über einen HDMI-Anschluss auf ein externes Aufnahmegerät. In Full-HD-Auflösung lassen sich Zeitlupenvideos mit 240 Bildern pro Sekunde aufnehmen, so kann man das Video zehnmal langsamer wiedergeben. Die Videoaufnahme lässt sich über die Video-Taste auf der Kameraoberseite starten. Dies ist auch während des Fotografierens möglich.

Bildstabilisierung und sicherer Halt

Die kamerainterne Fünf-Achsen-Bildstabilisierung (IBIS) ist im Vergleich zu vorherigen Modellen leichter und kompakter. 20 von 30 Wechselobjektiven der X Serie (XF/XC Objektive) ermöglichen eine bis zu sechs EV-Stufen längere Belichtungszeiten. Als erstes Modell ihrer Klasse ist die Fujifilm X-S10 mit mechanischen Stoßdämpfern am Verschluss ausgestattet, so Fujifilm. Diese schützen den Sensor vor Vibrationen, die der Verschlussmechanismus erzeugt. Die Kamera soll sich zudem selbst mit größeren Objektiven gut halten lassen, dazu sei sie mit einem ergonomischen Handgriff aus einer Magnesiumlegierung ausgestattet. Auch für Videoaufnahmen kann man die Bildstabilisierung nutzen.

Neues Ultra-Weitwinkel-Objektiv

Neben der Fujifilm X-S10 stellt Fujifilm ein weiteres Objektiv für die X-Serie vor, das ebenfalls ab Ende November erhältlich sein soll. Das 973,82 Euro teure Ultra-Weitwinkel-Zoomobjektiv FUJINON XF10-24mm F4 R OIS WR bietet eine Brennweite von 15 bis 36 mm im Vergleich zum Kleinbildformat. Wie bei seinem Vorgängermodell ist die Brennweite identisch, ebenso die maximale Blendenöffnung von durchgängig F4.0. Das neue Modell bietet darüber hinaus beispielsweise eine Blendenskala, eine Feststellmöglichkeit des Blendenrings in der Position A (Auto). Dank seinem wetterfesten Objektivtubus ist das Objektiv spritzwasser- und staubgeschützt sowie auch bei kalten Temperaturen bis minus zehn Grad Celsius einsatzbereit. Es ist damit für den Outdoor-Einsatz bei jedem Wetter und ideal für die anspruchsvolle Landschafts- und Naturfotografie geeignet, so Fujifilm. Zudem bietet das Objektiv einen Gyrosensor, der eine verbesserte Bildstabilisierung bis 3,5 EV-Stufen ermöglicht – ein Plus von 1,0 EV-Stufe im Vergleich zum Vorgängermodell. Die Nahdistanzgrenze liegt bei 24 Zentimeter.

Neue Roadmap für Objektive der X-Serie

Fujifilm aktualisiert seine Objektiv-Roadmap für die X Serie und kündigt zwei neue FUJINON XF Objektive an. Das aktuelle Sortiment wird um die Festbrennweite FUJINON XF18mmF1.4 und das Telezoom FUJINON XF70-300mmF4-5.6 OIS erweitert. Inklusive des heute vorgestellten Ultra-Weitwinkelzooms XF10-24mmF4 R OIS WR werden dann insgesamt 37 Objektive für die X Serie verfügbar sein. Laut der Roadmap ist für 2021 ein Festbrennweiten-Objektiv mit 18 mm und F1.4 und ein Telezoom-Objektiv von 70-300 mm und F4 bis 5.6 geplant.

Neue Roadmap ab Oktober 2020 für die Objektive der X-Serie
Vergrößern Neue Roadmap ab Oktober 2020 für die Objektive der X-Serie
© Fujifilm

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