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Freundin gab der Polizei einen Tipp

29.06.2013 | 20:05 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Raubkopien blieben unentdeckt, bis sich der östereichische Raubkopien-Nutzer mit seiner Lebensgefährtin in die Haare geriet. Im Streit um das Sorgerecht für das gemeinsame Kind gab die Ex-Freundin der Wirtschafts-Polizei den entscheidenden Tipp: Ihr Ex-Lebensgefährte horte zu Hause Raubkopien. Bei einer Hausdurchsuchung beschlagnahmte die Polizei die zehn CDs. Doch es kam noch schlimmer für den Neu-Single, auch Microsoft bekam Wind von der Sache und wollte ein Exempel statuieren. Eine Privatklage war die Folge.

Wegen des "unbefugten Gebrauchs" der Raubkopien verurteilte ein österreichisches Gericht den ertappten Übeltäter in erster Instanz zu 10.000 Schilling (726,72 Euro) Strafe. Vom Vorwurf der "Vervielfältigung" sprach das Gericht den Angeklagten jedoch frei.

Das Oberlandesgericht Wien bestätigte dieses Urteil. Der Rechtsanwalt des Verurteilten ließ jedoch nicht locker und schaltete den Obersten Gerichtshof der Alpenrepublik ein. Und das Verblüffende geschah: Die obersten Bundesrichter sprachen den Angeklagten frei. Vier Jahre hatte sich der Urheberrechts-Prozess hingezogen.

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