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Fraunhofer-Institut: Durch Hack erbeutete Daten werden im Darknet verkauft

05.05.2022 | 16:12 Uhr | Denise Bergert

Die bei einem Hack des Fraunhofer-Instituts erbeuteten internen Daten werden im Darknet für 2 Millionen US-Dollar angeboten.

Das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS) in Halle ist Opfer einer Ramsomware-Attacke geworden. Den Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) zufolge, wurden im Zuge des Angriffs sowohl Daten der Forschungseinrichtung gestohlen als auch verschlüsselt.

Fraunhofer-Institut will kein Lösegeld zahlen

Das IMWS hat laut dem LKA bereits Vorkehrungen getroffen, um den Schaden so weit wie möglich zu begrenzen. Die Hacker hätten eine Lösegeldforderung gestellt, nach deren Zahlung sie die Daten wieder entschlüsseln wollen. Das Frauenhofer-Institut habe die Forderung jedoch abgelehnt. „Der Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft hat in enger Abstimmung mit dem Fraunhofer-Senat entschieden, organisierte Kriminalität nicht durch Geldzahlungen zu unterstützen,“ so Roman Möhlmann von der Fraunhofer-Gesellschaft. Die Lage sei aktuell unter Kontrolle und „alle Systeme vor Ort wurden umgehend vorsorglich vom Netz genommen und heruntergefahren,“ erklärte ein Sprecher gegenüber MDR Sachsen-Anhalt .

Gestohlene Daten für 2,2 Mio. Dollar im Darknet

Die gestohlenen Daten werden jedoch bereits auf einer Handelsplattform im Darknet angeboten. Das ergaben Recherchen des Schweizer Nachrichtenportals Watson sowie des MDR. Die Hacker bieten 320 Gigabyte Daten an und verlangen dafür 2,2 Millionen US-Dollar. Was genau in dem Datenpaket steckt, ist aus dem Angebot jedoch nicht ersichtlich.

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