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Forschung: Mondunterkünfte aus dem 3D-Drucker

12.07.2019 | 16:03 Uhr | Michael Söldner

Mit einem Laser wollen Forscher aus Braunschweig Gesteinsstaub in Baumaterial für Mond-Unterkünfte verwandeln.

Wenn die Menschheit wie geplant auf dem Mond siedeln möchte, werden dafür auch Unterkünfte benötigt. Doch der Transport schwerer und stabiler Strukturen kostet sehr viel Geld. Hier soll ein Laser aus Niedersachsen helfen: Mit dem von der Technischen Universität Braunschweig entwickelten System soll Mondstaub aufgeschmolzen werden. Dazu kommt das Verfahren des selektiven Laserschmelzens zum Einsatz. Aus dem auf dem Mond endlos verfügbaren Staub auf der Oberfläche wollen die Forscher mit einem 150-Watt-Laser kleine Kügelchen mit einem Durchmesser von wenigen Milli- bis Zentimetern erzeugen, die dann schichtweise zum Bau größerer Strukturen genutzt werden können.

Der nur drei Kilogramm schwere Laser sollte ursprünglich vom Berliner Start-up PTScientists auf den Mond befördert werden. Die Firma kündigte aber in dieser Woche ihre Insolvenz an. Nun suchen die Forscher nach neuen Partnern und eine Finanzierung des Unternehmens. Daher gilt es als fraglich, ob der für 2021 geplante Flug zum Mond tatsächlich stattfinden kann. Mittelfristig wollen die Forscher aus Niedersachsen größere Strukturen herstellen. Möglich seien beispielsweise Landeplätze für Mondsonden oder Straßen für Mondmobile. Langfristig sollen durch den Laser sogar Bauelemente für eine Mondbasis entstehen. 

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