2516678

Ford F-150: Fahrer darf Hände beim Monstertruck weglassen

26.06.2020 | 13:14 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Fords Monstertruck F-150 fährt in der jetzt vorgestellten Version, ohne dass der Fahrer die Hände am Steuer hat. Plus: Wireless Apple Carplay, Android Auto und 12-Zoll-Touchscreen.

Der Ford F-150 ist sozusagen DAS US-Auto. Mit dem für deutsche Verhältnisse reichlich überdimensionierten Pickup (selbst in der kürzesten Version deutlich über 5 Meter lang und über 2 Meter breit und mindestens mit einem 6-Zylindermotor ausgestattet) fahren US-Amerikaner zum Einkaufen, ins Kino oder zur Arbeit. Jetzt hat Ford das 2021er-Modell seines sprintschluckenden Klassikers vorgestellt. Mit „hands-free driving“, Hybridantrieb, Wireless Apple Carplay und Android Auto. Software-Updates soll der Gigant über Over-the-air bekommen, wie Techcrunch schreibt .

Der "hands-free driving mode" wird von Ford unter der Bezeichnung “Active Drive Assist” optional verkauft. Damit kann der Fahrer während der Fahrt die Hände vom Lenkrad nehmen. Er steht nur auf ausgewählten Highways in den USA und Kanada mit getrennten Fahrbahnen zur Verfügung, die Ford eigens kartografisch erfasst hat. Von 100.000 erfassten Meilen ist die Rede. Der Kunde muss zu dessen Nutzung ein spezielles Hardware-Paket mitkaufen, das unter anderem den Fahrer mit einer Gesichtskamera überwacht um sicher zu stellen, dass dieser die Fahrbahn im Blick hat.

Ford F-150 2021
Vergrößern Ford F-150 2021
© Ford

Ein Notbremssystem ist ebenso standardmäßig verbaut wie eine Fußgängererkennung. Ein ACC, das automatisch den Abstand zum vorausfahrenden Auto hält, kostet dagegen extra, genauso wie viele andere Fahrerassistenzsysteme.

In den „größeren“ Varianten des F-150 verbaut Ford einen 12-Zoll-Touchscreen für das Infotainmentsystem. Die „kleineren“ F-150 bekommen dagegen nur einen 8-Zoll-Touchscreen, was heutzutage vergleichsweise wenig ist. Als Infotaimentsystem kommt Sync 4 mit integriertem LTE-Modul zum Einsatz. Dieses Sync 4 bietet nicht nur Wireless Carplay, sondern sogar Wireless Android Auto, was derzeit noch eine Seltenheit ist. Von Alexa-Support ist dagegen nicht die Rede.

Dagegen ist die eingebaute Qi-Ladeschale für Smartphones weniger ungewöhnlich. Daneben gibt es noch USB-A- und USB-C-Ports. Bei allen F-150 unabhängig von deren Größe verbaut Ford ein 12 Zoll großes Cockpit-Display hinter dem Lenkrad.

Software-Updates erhält der neue F-150 "over the air". Bei Tesla ist das schon länger Standard und auch deutsche Hersteller bieten OTA immer öfter an.

2022 soll sogar eine reine elektrische Version des F-150 erscheinen. Wohl als Konkurrenz zum Tesla Cybertruck. Bis dahin will Ford aber mit einer Hybridversion (kein Plugin-Hybrid) Kunden ansprechen, die Wert auf einen niedrigeren Spritverbrauch legen. Dessen E-Motor soll 35kW/47 PS liefern und von einer 1,5-kWh-Lithium-Ionen-Batterie versorgt werden. Der E-Motor unterstütz den V6-Verbrennungsmotor mit Twin-Turbolader. Die maximale theoretische Reichweite der Hybridvariante gibt Ford mit 700 US-Meilen an, das wären rund 1126 Kilometer. Den F-150 als Hybrid soll es sowohl mit Hinterradantrieb als auch mit Allrad geben.

Der Verkaufsstart soll später im Jahr 2020 sein. Zu den Preisen äußerte sich Ford noch nicht.

Ford wirft Windows aus dem Wagen

Ford Sync 3 im Fiesta: Navi, Telefonie, Carplay und Android Auto im Test

PC-WELT Marktplatz

2516678