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Flucht nach vorne

24.04.2002 | 16:46 Uhr | Markus Pilzweger

Die Einreichung der Klage kann sozusagen als Präventivmaßnahme gegen die so genannte " Motion Picture Association of America " (MPAA) verstanden werden. Die MPAA hat erst vor kurzem das FBI und das US-Justizministerium aufgerufen, diverse Firmen, wie "Copymydvd.com" oder "DVD Wizard" zu untersuchen. Hierbei beruft sich die MPAA auf den "Digital Millenium Copyright Act" (DMCA), der das Anbieten von Informationen oder Tools zur Umgehung von Kopierschutzmechanismen verbietet.

In Bezug auf 321 Studios wollte sich die MPAA unseren Kollegen von "PC-World" gegenüber nicht äußern, allerdings stellte eine Sprecherin fest, dass das Kopieren von DVDs (ihrer Ansicht nach) gegen den DMCA verstoße.

"Die Hollywood-Studios hatten 321 Studios bereits im Fadenkreuz", meint Fred von Lohmann, Urheberrechtsanwalt bei der "Electronic Frontier Foundation", die gegen den DMCA ist. Für das Unternehmen sei es ein Vorteil gewesen, Klage einzureichen, bevor es die MPAA tat, so von Lohmann weiter.

"Warum soll Hollywood den amerikanischen Bürgern vorschreiben dürfen, was sie mit ihren legal erworbenen DVDs anstellen dürfen"; fragt Moore und weiter "Ich bin absolut für den Schutz der Urheberrechte der Künstler, aber ich bin gegen Gesetze, die die freie Rede, angemessenen Gebrauch und Innovationen verbieten."

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