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Flash-Blocker und 36 gestopfte Lücken in Chrome 55

05.12.2016 | 09:22 Uhr |

Google hat seinen Browser Chrome in der neuen Version 55 freigegeben. Flash-Inhalte werden nun standardmäßig blockiert (click to play) und der Speicherbedarf ist reduziert. Außerdem haben die Entwickler 36 Sicherheitslücken geschlossen.

Mit der Freigabe der neuen Chrome-Version 55.0.2883.75 vollzieht Google den nächsten Schritt, um dem ungeliebten Flash Player den Garaus zu machen. Bislang hatte Chrome nur Werbebanner blockiert, die Flash enthalten. Nun wird generell auf Click-to-Play für Flash umgestellt. Mit wenigen Ausnahmen wie Youtube, Yahoo oder Facebook pausiert Chrome die Wiedergabe Flash-basierter Inhalte. Benutzer können die Wiedergabe jedoch per Mausklick starten.

In der neuen Chrome-Version haben die Google-Entwickler 36 Schwachstellen beseitigt, von denen 26 durch externe Sicherheitsforscher entdeckt und gemeldet worden sind. An diese schüttet Google Bug-Prämien in einer Gesamthöhe von mehr 70.000 US-Dollar aus. Als hohes Risiko sind zwölf der Lücken eingestuft. Sie betreffen vor allem das HTML-Rendering-Modul Blink und den integrierten PDF-Betrachter PDFium. Hinzu kommen etliche Lücken, die Googles Programmierer selbst entdeckt haben und über die man wenig erfährt.

Mit einer neuen Version des Javascript-Moduls V8 will Google den Arbeitsspeicherbedarf deutlich reduzieren. Speicherbereiche, die nicht mehr benötigt werden, sollen schneller wieder freigegeben werden. Dies gilt nicht nur für den Desktop-Browser, sondern auch für Chrome auf Android. Auf Geräten mit wenig Arbeitsspeicher (RAM) soll die Ersparnis bis zu 35 Prozent betragen.

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