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Flache-Erde-Anhänger stirbt in eigener Rakete

24.02.2020 | 14:43 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Der Raketenbauer und Verschwörungstheoretiker „Mad“ Mike Hughes ist bei einem Flugversuch mit einer seiner selbst gebauten Raketen tödlich verunglückt.

„Mad“ Mike ist tot, wie die Los Angeles Times berichtet. Der 64 Jahre alte Mike Hughes ist bei einem Flugversuch mit einer seiner selbst gebauten Raketen tödlich verunglückt. Videos, die unter anderem über Twitter verbreitet werden, zeigen, wie er wenige Sekunden nach dem Start seiner Rakete ohne Fallschirm zu Boden stürzt und dabei umkommt.

Mike Hughes wollte mit einer eigenen Rakete ins Weltall fliegen, um sich selbst davon überzeugen zu können, ob die Erde tatsächlich rund oder nicht doch eine Scheibe ist. Denn Hughes glaubte der NASA und anderen Raumffahrt- und Wissenschaftseinrichtungen deren Erkenntnisse nicht. Deshalb baute Hughes seit einigen Jahren eigene Raketen, mit denen er dann auch tatsächlich abhob. Mit seinen eigenen Raketen flog Hughes bis zu 550 Meter hoch.

Am zurückliegenden Samstag, den 22.2.2020, stand wieder ein Start mit so einer selbst gebauten Rakete an. Der Versuch fand bei Barstow in Kalifornien statt. 1500 Meter hoch sollte dieses Mal die Rakete fliegen. Doch gleich nach dem Start öffnete sich ein Fallschirm der Rakete, fiel ab und brachte offensichtlich die Flugbahn der Rakete durcheinander. Hughes wiederum öffnete keinen seiner Fallschirme, möglicherweise war er durch die unkoordinierten Bewegungen der Rakete bewusstlos geworden. Hughes fiel dann ungebremst auf die Erde.

„Mad“ Mike Hughes
Vergrößern „Mad“ Mike Hughes
© twitter.com/ScienceChannel/status/1231404563057594369

Der tödliche Unfall fand vor laufenden Kameras statt, weil der Flugversuch für die Serie Homemade Astronauts des Bezahl-Fernseh-Senders Science Channel aufgezeichnet wurde.

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