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Firefox testet 5-Dollar/Monat-Abo für werbefreies Surfen

08.07.2019 | 12:38 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Auf einer Testseite prüft Mozilla derzeit, ob Nutzer bereit wären, 5 US-Dollar im Monat für werbefreies Surfen zu zahlen.

Mozilla überlegt derzeit, wie mit einem Premium-Modell für Firefox Geld verdient werden könnte, um damit letztendlich auch die Abhängigkeit von Google zu senken. Auf dieser Test-Seite von Mozilla wird nun eine dieser Ideen getestet: Der Nutzer erhält die Möglichkeit, für 4,99 US-Dollar pro Monat (etwa 4,44 Euro/Monat) sich für einen Dienst zu registrieren, durch den er dann bestimmte Websites mit Firefox werbefrei ansurfen kann.

"Unterstütze die Seiten, die du liebst und vermeide Werbung, die Du hasst", heißt es auf der Test-Seite von Mozilla. Der Dienst wird mit den Worten angepriesen: "Wir haben mit einigen der weltweit größten Verlage zusammengearbeitet, um Ihnen ein besseres journalistisches Erlebnis zu bieten. Wir teilen Ihre Zahlung direkt mit den Websites, die Sie lesen. Diese verdienen mehr Geld, was bedeutet, dass sie Ihnen großartige Inhalte anbieten können, ohne Sie mit Anzeigen ablenken zu müssen, nur um weiter betrieben werden zu können."

Ermöglicht wird dies durch eine Kooperation mit dem Anbieter Scroll . Die teilnehmenden Websites erhalten aus dem Topf der Einnahmen eine "Entschädigung" dafür, dass die Abonnenten ihre Websites ohne Werbeeinblendungen sehen dürfen. Hinzu kommen laut Mozilla noch einige Extra-Funktionen, wie Audio-Versionen der Artikel, exklusive Artikel oder Lesezeichen, die sich über mehrere Geräte hinweg synchronisieren und die es erlauben, einen Artikel auf einem Gerät an der Stelle weiterzulesen, wo man auf dem anderen Endgerät aufgehört hatte zu lesen.

Das Ganze ist noch ein Experiment, mit dem das Interesse der Firefox-Nutzer ermittelt werden soll: Ein Klick auf den Abo-Button von Mozilla auf der Test-Seite führt derzeit noch zu keinem konkreten Angebot, sondern zu dieser Umfrage. Hier wird den Nutzern für ihr Interesse an einem "Firefox werbefreien Internet" gedankt. Und dort heißt es dann: "Dieses Produkt ist noch nicht verfügbar, aber wir arbeiten daran. Würden Sie bitte auf Weiter klicken, um eine kurze Umfrage durchzuführen, in der Sie uns Ihre Meinung mitteilen?"

In der Umfrage werden die Fragen gestellt:

  • Wenn das Produkt verfügbar ist, wie bald würden Sie ein Abonnement in Erwägung ziehen?

  • Wenn das Produkt verfügbar ist, wie wahrscheinlich wäre es, dass Sie ein Abonnement abschließen?

  • Wie interessiert sind Sie an bezahlten Abonnements für ein solches Produkt?

Scroll selber ist ein Start-up-Unternehmen, welches seinen Dienst derzeit nur auf Einladung anbietet. Die Anzahl der teilnehmenden Websites ist noch begrenzt, aber es sind einige große US-Sites dabei, etwa USA Today, Buzzfeed, Buzzfeed News, The Atlantic und Gizmodo.

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