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Fazit: Hui oder Pfui?

09.12.2008 | 12:29 Uhr |

Auffälligstes Merkmal des neuen Aldi-PCs ist natürlich der 18,4 Zoll große Bildschirm. Der riesige Bildschirm geht natürlich auf Kosten der Akkulaufzeit. Andrerseits spielt die Akkulaufzeit aufgrund des Bildschirm aber eine geringere Rolle, weil das Notebook dadurch groß und weniger für den mobilen Einsatz geeignet ist, sondern vor allem als Desktop-Ersatz genutzt wird.

Für ein Notebook mit 18,4-Zoll-Display sind 799 Euro günstig. Bei anderen Herstellern sind Geräte mit einem derart großen Bildschirm erst ab 1000 Euro erhältlich. Das hat aber einen Grund: Die ab 1000 Euro erhältlichen 18,4"-Notebooks der Konkurrenz werden inklusive Blu-Ray-Players ausgeliefert. Beim Aldi-Notebook ist dagegen nur ein DVD-Player integriert. Ein wesentlicher Vorteil des großen Monitors - hochauflösende Filme ansehen - geht damit verloren. Anzumerken gilt außerdem, dass das Display mit einer Auflösung von 1680 x 945 Pixeln nicht FullHD-fähig ist.

Um den niedrigen Preis realisieren zu können, greifen Aldi/Medion auch zu einer mobilen CPU der vergangenen Generation und damit zu keiner Centrino-2-Lösung. Im Gegensatz nämlich zu den aktuellen Penryn-CPUs, wie beispielsweise dem Core 2 Duo P7350, kommt lediglich die Merom-CPU T5800 zum Einsatz. Diese wird in der 65-Nanometer- und nicht in der aktuelleren 45-Nanometer-Technologie und es handelt sich nicht um eine 25-Watt- sondern 35-Watt-CPU.

Der Grafikchip Geforce 9600M GS mit 512 MB GDDR2-Speicher bietet genügend Leistung für ältere DirectX-9-Spiele. Bei aktuelleren oder anspruchsvollen DX9-Spielen müssen die Auflösung und Details heruntergeschraubt werden. Für DX10-Spiele ist der Grafikchip nicht geeignet.

Letztendlich punkten Aldi/Medion wieder durch die üppige Hardware- und Softwareausstattung des Geräts. Wobei mit der Zeit auch Aldi/Medion immer mehr Abstriche machen: Statt des gewohnen 3-in-1-TV-Tuners gibt es dieses Mal nur einen DVB-T-tauglichen TV-Tuner.

Wer wert auf aktuellere Technik und Leistung legt, der sollte einen Blick auf unseren Testsieger unter den Centrino-2-Notebooks werfen . Wer unterwegs Blu-Ray-Filme genießen möchte, sollte sich unseren Kaufratgeber: Die besten Blu-Ray-Notebooks zu Gemüte führen.

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