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Fazit

12.11.2004 | 13:31 Uhr | Markus Pilzweger

HdR-ddZ macht durchweg Spaß. Vorausgesetzt, Sie mögen es lieber etwas ruhiger und haben keine Lust, Tastenkürzel auswendig zu lernen und diese mit Höchsttempo am Controller drücken zu müssen. Bereits nach kurzer Zeit stellt sich der "Diablo"-Effekt ein ("Nur noch fünf Minuten"), der für Schlafentzug und stundenlanges Zocken sorgt. Auf Dauer kann jedoch das etwas eintönige, hauptsächlich auf Kämpfe fokussierte Gameplay etwas eintönig werden. Für Abwechslung sorgen einige Nebenquests, die mit besonderen Waffen oder Gegenständen belohnt werden.

Gut hat uns vor allem die Einsteigerfreundlichkeit gefallen, die auch unerfahrenen Rollenspielern schnell Erfolgserlebnisse beschert. Profizocker könnten, zumindest zu Beginn, ein wenig unterfordert sein. Zwar fließt bei den Kämpfen ein wenig Blut, doch insgesamt geht die Einstufung "ab 12 Jahren" vollkommen in Ordnung.

Nervig waren vor allem die Bugs und die sich im Laufe des Spielverlaufs immer wiederholenden Animationen bei Siegen oder Spezialfähigkeiten. Auch die Grafik zeigt nicht durchgehend die Leistungsfähigkeit der Xbox, Ruckler waren aber ebenso wenig zu sehen.

Das Spiel ist Beweis dafür, dass man erfolgreiche Lizenzen mit einer neuen Rahmenhandlung durchaus weiter ausquetschen kann - ohne die Stimmung der Vorlage, in diesem Fall die Welt Mittelerdes, zu zerstören.

Titel:

Der Herr der Ringe - das dritte Zeitalter

Entwickler:

Elctronic Arts

Plattform:

Playstation 2, Xbox, Gamecube

Termin:

Erhältlich

Preis:

rund 60 Euro

Internet:

Offizielle Website

Wertung:

80 Prozent

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