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Fazit:

30.06.2013 | 10:00 Uhr | Markus Pilzweger

Während sich beim Einlegen des Spiels und dem Erklingen der Fanfaren der Titelmusik noch wohlige Gänsehaut auf meinem Rücken ausbreitete (sowie es sich für einen Star Wars-Fan gehört), folgte bereits nach wenigen Minuten die Ernüchterung: Der Singleplayer-Modus ist im Grunde Fassade und dient lediglich dem Training. Xbox-Spieler ohne Live-Anbindung werden auf Grund des geringen Umfangs und des relativ niedrigen Schwierigkeitsgrades enttäuscht. Etwas anders sieht es online aus: Mit 23 anderen Spielern und einer Reihe Bots macht es wahnsinnig viel Spaß die unterschiedlichen Karten zu erkunden, den ein oder andere Trick auszuprobieren oder im AT-AT durch die Walachei zu pflügen. Nervend sind allerdings die Verbindungsprobleme, die fehlende Lobby, die schlechte Sprachübertragung und die Tatsache, dass man sich nach einem Match einen neuen Server suchen muss.

Mittlerweile hat Lucas Arts einen Patch für alle Systeme bereitgestellt, der die Server-Problematik etwas mindern soll. Über Xbox Live wird der Patch automatisch beim Verbinden herunter geladen.

Zieht man den Star Wars-Bonus ab, bleibt ein solider Shooter übrig, zu dem es auf der Xbox kaum Alternativen gibt. Dennoch hätten sich die Macher eine Scheibe bei den Kollegen von Ubi Soft und Rainbow Six abschneiden sollen. Zwar können dort nicht so viele Spieler teilnehmen, dafür bietet der Online-Modus bei diesem Titel eine Vielzahl an Möglichkeiten, die den Online-Spielspaß über Monate konstant hoch hält. Gerade in diesem Punkt fehlt bei SWB die Vielfalt.

Wertung Xbox: Offline 65 Prozent . Online 80 Prozent .

Die PC-Version:

Im PC-Bereich muss "Star Wars Battlefront" sich mit Konkurrenten wie "Battlefield 1942", "Battlefield Vietnam" und "Joint Operations" messen lassen. Hier fällt "Battlefront" vor allem durch den Umfang auf. Ein Spielmodus bietet auf lange Sicht nicht viel Abwechslung. Zudem haben die Entwickler beim "Conquest-Modus" heftigst bei "Battlefield 1942" abgekupfert. Die 16 Maps sind zwar abwechslungsreich, aber teilweise nicht besonders clever designt. Gegner können sich leicht an den Punkten postieren, an denen die Spieler der anderen Partei nach ihrem Ableben wieder auftauchen und diese dann abschießen, bevor sie sich wehren können.

Im Gegensatz zur Xbox-Version können bei der PC-Fassung bis zu 32 Spieler gegeneinander antreten. Teilweise finden sich auch Server für bis zu 50 Spieler.

Die Integration des Online-Modus haben die Entwickler allerdings bei der PC-Version, freundlich ausgedrückt, unschön gelöst. Die Suche nach einem Server gestaltete sich in unserem Test mühsam, nervig und zeitraubend. Dafür sorgt die träge Lobby, die einige Zeit benötigt, bevor sie alle gefundenen Spielserver auflistet. Wenn wir uns dann endlich für einen Server entschieden hatten, passierte es oft, dass dieser in der Zwischenzeit voll belegt war. In solchen Fällen springt die Ansicht dann nicht zurück zu den bereits gefundenen Servern, sondern die Suche nach den Spielservern beginnt von vorne. Selbst wenn es uns dann gelungen war, mal auf einen Server mitzuspielen, laggte es teilweise extrem. Erneute Server-Suche war dann wieder angesagt.

Das Spiel wird auf drei CDs ausgeliefert und belegt knapp 2,8 Gigabyte auf der Festplatte. Schicke Grafik und bombastischer Sound lassen echtes Star Wars-Feeling aufkommen. Im Gegensatz zur Konsolen-Version profitieren Sie bei der PC-Variante optisch durch die höheren Auflösungen. Die "Weichzeichner"-Optik ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig und lässt sich auch abschalten.

Wer auf den "Star Wars"-Bonus pfeift und taktischen Online-Spielspaß erleben möchte, der greift lieber zu "Joint Operations" oder "Battlefield 1942". Bei diesen Spielen gibt´s mehr Online-Spaß für das Geld.

Wertung PC: Offline 65 Prozent, Online 70 Prozent

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