Channel Header
55780

Fazit

04.04.2005 | 17:17 Uhr | Michael Schmelzle

Her mit den Zwei- und Mehrkern-Prozessoren! Endlich gibt’s in der CPU-Technik mal wieder einen Quantensprung – vorausgesetzt natürlich, die Software spielt mit. Bei vielen gängigen Anwendungen ist das zwar noch nicht der Fall, doch die Software-Industrie wird nach und nach ihre Produkte anpassen, denn die Mehrkern-CPUs von AMD und Intel werden über kurz oder lang zum Standard. So haben beispielsweise schon einige Spieleentwickler angekündigt, zukünftig Titel Multi-Threaded zu programmieren.

Wenn Sie häufig Musik- und Filmdateien bearbeiten und in andere Dateiformate überführen, lege ich Ihnen jetzt schon eine Mehrkern-CPU ans Herz. Denn hier geht die Rechnung 1 +1 = 2 tatsächlich auf: In der Spitze ermittelten wir einen Tempozuwachs von bis zu 90 Prozent.

Für Multi-Tasking-Szenarien, sprich Tests, bei denen mehrere Anwendungen gleichzeitig laufen, hat uns die Zeit gefehlt. Wir werden Sie in Kürze nachliefern. Erste Vortests zeigen aber schon, das sich die Mehrkern-CPUs auch hier gut in Szene setzen können. Denken Sie nur an das Thema PC-Sicherheit. Virenscanner, Firewall und Verschlüsselung erzeugen eine Grundlast, die bereits heute rechenintensive Programme ausbremsen. Mit den Mehrkern-Prozessoren verlagern Sie diese stetig wachsende Grundlast zum Nulltarif auf einen Kern und fahren Ihre Haupanwendung mit vollem Rechentempo auf den restlichen Kern(en).

Noch ein Wort zum schnelleren Arbeitsspeicher, der bei den Zweikern-Prozessoren zum Einsatz kam: Wir hätten eigentlich erwartet, das die Zweikern-CPUs auch bei Single-Threaded-Software wegen des DDR2-667-SDRAMs etwas besser abschneiden, konnten aber keine signifikanten Unterschiede messen. Schuld daran könnte der Prototypenstatus der Hauptplatine sein. Auch möglich: DDR2-Speicher bringt gar nicht so viel, wie uns die Hardware-Hersteller glauben machen wollen.

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
55780