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Familie verklagt Tesla wegen tödlichem Unfall mit Model X

03.05.2019 | 15:05 Uhr | Denise Bergert

Die Familie eines tödlich verunglückten Model-X-Fahrers hat E-Auto-Hersteller Tesla auf Schadenersatz verklagt.

Im März 2018 starb der Fahrer eines Tesla Model X bei einem Unfall auf einem Highway in Kalifornien bei einem Unfall . Mit eingeschaltetem Autopilot knallte der Wagen mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Anpralldämpfer und zerbrach in zwei Teile. Im Anschluss fuhren zwei weitere Autos in das Wrack und das Model X geriet in Brand. Der Fahrer des Tesla, der 38-jährige Walter Huang, starb im Krankenhaus an den Folgen seiner schweren Verletzungen.

Laut dem vorläufigen Unfallbericht der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB, hatte der Fahrer des Model X während der Fahrt den Autopiloten eingeschaltet. Das Assistenzsystem hatte jedoch während der Fahrt die Fahrspur-Markierung verloren und fuhr nach links auf einen Fahrbahnteiler, wo der Wagen auf die eingestellte Maximalgeschwindigkeit von 114 km/h beschleunigte und schließlich mit dem Anpralldämpfer kollidierte. Tesla schrieb nach dem Unfall in einem Blogbeitrag , dass der Fahrer kurz vor dem Aufprall vom Autopiloten aufgefordert worden sei, das Steuer wieder zu übernehmen. Dieser Aufforderung sei der Mann jedoch nicht nachgekommen. Damit implizierte Tesla damals, dass der Fahrer den Unfall hätte verhindern können.

Davon ist die Famlie des Opfers jedoch nicht überzeugt. Sie reichte in dieser Woche eine Schadenersatzklage gegen Tesla ein. Darin wirft die Anwaltskanzlei Minami Tamaki dem Auto-Hersteller vor, sein Model X nicht mit den erforderlichen Sicherheitssystemen wie etwa einem automatischen Notbremssystem ausgestattet zu haben. Von einem solchen sei das Unfallopfer beim Kauf seines Model X jedoch ausgegangen. Wie es in der Klageschrift weiter heißt, habe Tesla erst nach dem tödlichen Unfall die erforderlichen Funktionen installiert, die eine Kollision hätten vermeiden können.

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