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Facebook will mit Gesichtsfreischaltung gegen Fake-Profile vorgehen

06.11.2019 | 15:57 Uhr | Denise Bergert

Facebook testet eine neue Technik, um Fake-Profile zu erkennen. Nutzer müssen dabei ein Selfie-Video aufnehmen, um ihren Account zu bestätigen.

Facebook sucht nach immer neuen Möglichkeiten, um Bots und Fake-Profile aufzuspüren. Wie die App-Forscherin Jane Manchun Wong in dieser Woche über den Micro-Blogging-Dienst Twitter demonstriert , setzt Facebook bei einem aktuellen Test auf Video-Selfies. Facebook-Nutzer werden dabei aufgefordert, ein kurzes Video zu erstellen, in dem ihr Gesicht aus unterschiedlichen Winkeln zu sehen ist. So müssen sie etwa ihren Kopf frontal im Videoclip einfangen und ihn im Anschluss nach links und nach rechts drehen.

Während Manchun Wong in ihrem Beitrag davon ausgeht, dass Facebook zur Identitätsfeststellung eine Gesichtserkennungstechnik einsetzt, wurde diese Vermutung inzwischen von Facebook gegenüber TheNextWeb dementiert . Der aktuelle Test mit Video-Selfies sei eine Möglichkeit für Facebook, um festzustellen, ob es sich bei einem Account-Inhaber um einen Bot oder um einen echten Menschen handelt. Gesichtserkennung komme dabei nicht zum Einsatz. Stattdessen stelle Facebook lediglich fest, ob im Video Bewegungen und ein Gesicht zu erkennen sind. Das genügt dem Unternehmen als Bestätigung. 

Manchun Wong zufolge wird das Selfie-Video nach 30 Tagen wieder von den Facebook-Servern gelöscht. Das soziale Netzwerk ist den Gerüchten zufolge auch gerade dabei, seinen Verifikationsprozess per Ausweis zu verbessern – eine weitere Möglichkeit, um Fake-Accounts und Bots aufzuspüren. Wann genau die Authentifizierung per Selfie-Video für alle Nutzer zur Pflicht wird, ist nicht bekannt.

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