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Facebook will Schwerpunkt auf Datenschutz legen

07.03.2019 | 11:34 Uhr | René Resch

Mark Zuckerberg hat für Facebook einen radikalen Kurswechsel angekündigt. Datenschutz ist dabei Thema Nummer 1.

Mark Zuckerberg will mit Facebook nun einen komplett anderen Kurs fahren. In einem großen Blogpost schrieb der Facebook-Gründer über die Ideen für die soziale Plattform. Facebook solle ein auf Datenschutz ausgerichtetes Netzwerk werden. Mehr Datenschutz, mehr Verschlüsselungstechnologien nach dem Vorbild von Whatsapp, ein verstärkter Austausch in Gruppen-Chats dafür weniger Status-Updates, das sind einige Ideen von Zuckerberg.

Facebook steht vor radikalem Umbau

Der Gründer möchte seiner Plattform also einen radikalen Kurswechsel verpassen. Private Messaging soll in Zukunft eines der Hauptthemen des Netzwerkes werden. Öffentliche Netzwerke werden zwar in Zukunft weiterhin beliebt sein, die Nutzer legen aber  verstärkt Wert auf eine gewisse Sicherheit. Mark Zuckerberg gab zu verstehen, dass man in der Vergangenheit kein recht gutes Bild beim Thema Datenschutz gegeben habe – Facebook habe aber auch gezeigt, dass man Dienste, die die Leute annehmen, entwickeln und aufbauen könnte. In den nächsten Jahren sollen dazu mehr von den Dienstleistungen rund um diese Ideen neu aufgebaut werden.

So erwarte er, dass kommende Versionen von Messenger und Whatsapp zu den wichtigsten Kommunikationsmitteln im Facebook-Netzwerk werden. Diese Apps sollen schneller, einfacher, privater und sicherer gemacht werden – dazu wird künftig auch auf eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gesetzt werden.

Die auf den Datenschutz ausgerichtete Plattform soll auf diese Prinzipien aufbauen:

  • Interaktionen privater Natur: Es soll intime Orte geben, an denen die Personen die volle Kontrolle darüber haben, wer mit ihnen kommunizieren kann und niemand auf das zugreifen kann, was sie dort teilen.

  • Verschlüsselung: Private Kommunikation zwischen den Nutzern soll sicher sein. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verhindere dabei, dass irgendjemand, selbst Facebook, sehen kann, was die Leute miteinander teilen.

  • Reduzierte Dauerhaftigkeit: Die Nutzer sollen sich weniger Gedanken darüber machen müssen, was sie teilen. Nachrichten oder Geschichten sollen nicht länger als nötig oder länger als es die Nutzer wünschen aufbewahrt werden.

  • Verschmelzung der Accounts: Nutzer sollen in der Lage sein, jede Facebook-App zu nutzen, um Freunde zu kontaktieren. Accounts von Facebook, Instagram, Whatsapp sollen sich dazu verschmelzen lassen, jedoch soll dies auf komplett freiwilliger Basis geschehen. Accounts können auch weiterhin getrennt behandelt werden.

  • Sicherheit bei Datenspeicherung: Die Nutzer sollen wieder Vertrauen zum Netzwerk aufbauen. So sollen die Nutzer erwarten können, dass Facebook keine sensiblen Daten in Ländern mit zu wenig Menschenrechten, Datenschutz und  Meinungsfreiheit speichert. So möchte man sichergehen, die Daten vor unberechtigtem Zugriff zu schützen.

Den kompletten Blogpost von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg finden Sie hier. Ob Facebook es in den nächsten Jahren schaffen kann, sich von Datenskandalen und anderen Datenschutzpannen fernzuhalten. wird nur die Zeit zeigen. Die Datenschutz-Kur könnte Facebook jedoch neues Leben einhauchen.

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