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Facebook und Co. müssen härter gegen Fake-News vorgehen

14.06.2022 | 15:47 Uhr | Denise Bergert

Die EU-Kommission will Plattformen wie Facebook und Twitter im Kampf gegen Fake-News in die Pflicht nehmen.

Wenn Konzerne wie Google, Alphabet oder Twitter künftig keine Maßnahmen ergreifen und gefälschte Konten und Fake-News auf ihren Plattformen zu bekämpfen, drohen ihnen hohe Geldstrafen seitens der EU. Das geht aus einem Dokument zum aktualisierten Verhaltenskodex der Europäischen Union hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

Aktualisierter Verhaltenskodex zur Desinformation

Der aktualisierte Verhaltenskodex zur Desinformation ist Teil des verschärften Vorgehens der EU gegen Fake-News. Das Dokument wird den Mutmaßungen zufolge am Donnerstag vorgestellt. Der freiwillige Kodex wurde vor vier Jahren eingeführt. Nun soll er die Verantwortung zwischen den Regulierungsbehörden und den Internetplattformen aufteilen.

Unternehmen drohen hohe Geldbußen

“Die betreffenden Unterzeichner werden klare Richtlinien in Bezug auf unzulässige manipulative Verhaltensweisen und Praktiken in ihren Diensten verabschieden, verstärken und umsetzen, die auf den neuesten Erkenntnissen über das Verhalten und die Taktiken, Techniken und Verfahren (TTPs) bösartiger Akteure basieren,“ heißt es in dem Dokument. Unternehmen, die diesen Verpflichtungen nicht nachkommen, müssen mit Geldstrafen in Höhe von bis zu sechs Prozent ihres weltweiten Umsatzes rechnen. Nach der Unterzeichnung des Kodex haben die Unternehmen sechs Monate Zeit, um die Richtlinien umzusetzen.

Mehr Transparenz in der politischen Werbung

Neben der Löschung von gefälschten Konten und Deepfakes müssen Plattformen wie Facebook und Twitter auch gegen Werbung vorgehen, die Desinformation enthält. Auch mehr Transparenz in der politischen Werbung ist Teil des Kodex.

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