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Facebook stoppt "Storm Area 51"-Aktion

06.08.2019 | 11:41 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Facebook zieht die Notbremse bei der Aktion "Storm Area 51" und verrät aber nicht die genauen Gründe dafür.

Eine Facebook-Gruppe hatte zur Veranstaltung "Storm Area 51" unter dem Motto "Sie können uns nicht alle stoppen" aufgerufen, über die wir auch vor einigen Wochen berichtet hatten. Geplant war, am 20. September 2019 im Rahmen der Veranstaltung gemeinsam mit allen Teilnehmern die US-Basis zu stürmen. Die US-Armee fand das Vorhaben wenig witzig und drohte mit Maßnahmen, falls jemand versuchen sollte, das stark gesicherte Gelände zu betreten.

Facebook hat dem Treiben nun ein Ende gesetzt und die Veranstaltung aus Facebook gelöscht. Der Link zur Veranstaltung führt damit jetzt ins Leere. Begründet wird dies seitens Facebook damit, dass die Veranstaltung gegen die Richtlinien von Facebook verstoße. Das Das ist jedenfalls der Mitteilung von Facebook an den Veranstalter, Matty Robertz, zu entnehmen. Konkret wird auf einen Verstoß gegen die "Community Standard" von Facebook verwiesen, also den sogenannten Gemeinschaftsstandards bei Facebook. Es habe ein mehrfacher Verstoß gegen diese vorgelegen, weshalb die ganze Veranstaltung vom Netz genommen werden musste.

Facebook löscht auch Alternativ-Veranstaltungen

Gegenüber US-Medien erklärte Roberts, dass er von Facebook keine genauere Begründung für die Löschung der Veranstaltung erhalten habe. Zuletzt hätten sich über 3 Millionen Facebook-Nutzer für den "Sturm auf Area 51" angemeldet. Er habe dann versucht, eine neue Veranstaltung mit dem gleichen Inhalt anzulegen, die aber dann sofort von Facebook wieder gelöscht worden sei.

Schließlich habe er auch noch versucht, die Veranstaltung eines "Area 51"-Festivals etwas weiter entfernt vom Area-51-Areal bei Facebook anzulegen, aber auch diese Veranstaltung sei sofort gelöscht worden. Wahrscheinlich, weil das Festival auch am 20. September stattfinden sollte, an dem Tag also, an dem ursprünglich der Sturm auf Area 51 geplant gewesen war. Roberts zeigt sich enttäuscht von Facebook, weil alle versuche, mit dem sozialen Netzwerk in Kontakt zu treten, bisher gescheitert sind.

Die "Storm Area 51"-Aktion war von Anfang an als "Spaß-Aktion" angekündigt worden. Unklar war ohnehin, wie viele Facebook-Nutzer tatsächlich zum Ort des Start der Veranstaltung gekommen wären. Das Treffen hätte an dem Besucherzentrum von Area 51 beginnen sollen. Das US-Militär hatte erklärt, dass das Gelände von der US-Luftwaffe für Tests und Trainings genutzt werde. Jeder Versuch, das Gelände illegal zu betreten, sei "gefährlich". Wobei das "gefährlich" nicht genauer erläutert wird.

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